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Tinarwen - "Amassakoul"

Man nannte sie ishumar, die Arbeitslosen, Malis junge Exilanten vom Stamme der Tuareg, die sich nach Algerien, Mauretanien oder auch Burkina Faso aufgemacht hatten, um dem Hunger und der Diskriminierung in ihrer Heimat zu entkommen. Sie waren wütend, wütend auf ihre Regierung, wütend auf die Traditionalisten ihres Stammes, wütend auf das Leben im Allgemeinen ...

Tinarwen - "Amassakoul"

Eine dieser Gruppen, die sich nach Kriegen und Kämpfen gegen die Regierung Malis in den 90er Jahren formierten, war Tinariwen. Mit ihrer so gar nicht traditionsbewussten Musik traten sie eine wahre Revolte unter den entwurzelten Nomaden los. Es war immer noch eine Rebellion, doch wurde sie nicht mehr mit Waffengewalt geführt, sondern mit Rock'n'Roll, Blues, Soul und E-Gitarren.

Ihr 2001 erschienenes Debutalbum "The Radio Tisdas Session" ließ die Welt aufhorchen. Auftritte auf Festivals, wie dem "Festival au Desert", folgten. "Amassakoul" ist ihre zweite CD. Jeder Song erzählt eine Geschichte, ist immer auch ein kleiner Aufschrei gegen Unterdrückung, gegen Ungerechtigkeiten im Allgemeinen, und das hört man aus jeder Zeile, aus jedem Ton heraus. Bewegender, kraftvoller, ja authentischer kann Musik nicht sein!

Peggy Thiele

CD: Tinarwen - "Amassakoul" (WRASS 125)

Wrasse Records im Internet: www.wrasserecords.com

Cover: Den Chamanie

© jazzdimensions2004
erschienen: 11.08.2004
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