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Omar Sosa - "Sentir"

Werden kubanische und marokkanische Musikelemente miteinander vermischt und zusätzlich durch amerikanischen Rap ergänzt, rechnet man instinktiv in erster Linie mit Chaos. Ein bißchen chaotisch geht es denn auch auf "Sentir" zu, aber da der Koordinator und Initiator dieses Albums Omar Sosa heißt, lenkt er alles in halbwegs geordnete und vor allem klanglich einmalige Bahnen.

Omar Sosa - "Sentir"

"Sentir" - das spanische Wort für das Verb "fühlen" deutet in eine neue Richtung im Schaffen von Omar Sosa. Und so finden sich auf dieser Platte - neben sehr perkussiven Stücken - das zarte "Tres Notas en Amarillo" , das vom aussagekräftigen yorubischen Gesang der Martha Galarraga und dem lyrischen Pianospiel Omar Sosas lebt. Afrikanische Tanzrhythmen tauchen selbstredend immer wieder auf und Songs wie "Manto Blanco" leben vom Gegensatz der "spoken Poetry" (Terence Nicholson alias "Sub-Z"), arabischem Gesang, dem rhythmischen Klatschen und - selbstverständlich - dem Klavierspiel.

Daß Instrumentierungen - zum einen traditionell kubanische wie die Bata Drums und marokkanische wie die Darbukkah - gegeneinander ausgetauscht wurden, fällt dem oberflächlichen Hörer nicht auf. Omar Sosa versucht, den unterschiedlichen Traditionen und der Gegenwart gerecht zu werden - und irgendwie gelingt ihm das!

Carina Prange

CD: Omar Sosa - "Sentir" (Skip 9024-2)

Skip-Records im Internet: www.skiprecords.com

Cover: Esteban Salgado

© jazzdimensions2002
erschienen: 25.3.2002
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