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Dean Allen Foyd - "Road To Atlas"

Doppelt aus der Zeit gefallen wirkt dieses Album – erstens ist es mit einer EP-Spieldauer von knapp über zwanzig Minuten keiner der üblichen ausgewalzten Zeitdiebe, zum anderen entstammt die Musik quasi einer frisch entkorkten Flaschenpost der 60ies: "Road To Atlas" von Dean Allen Foyd ignoriert die letzten vier Jahrzehnte und verschreibt sich dem drogengeschwängerten Psychedelic Rock.

Dean Allen Foyd - "Road To Atlas"

Wabernde Hallfahnen mit abseits drohend poltendem Schlagzeug, herumirrende Hammondorgeln, dazu ein MC5-Bass und eine durch ein Fuzzpedal gepresste Gitarre sind die Ingredienzien, deren sich die Band ungeniert bedient. Eigentlich nichts, was neu klingt; auch klimpernde Barock-Cembalos und zwölfsaitige Gitarren kennt man aus diesem Kontext. Aber im nächsten Augenblick setzt die Band dem Filigransound einen Heavyblues entgegen, für den sich auch Peter Green nicht geschämt hätte...

Hinter den scheinbaren Versatzstücken verbergen die vier Schweden überraschend gute Songs wie "Leave Me Be" oder "Insects" (und drei weitere – also alle!), und instrumentieren sie so verwegen, dass man nicht umhinkommt, ob dieser Dreistigkeit zu schmunzeln. Darüber vergisst man vollkommen, sich auch nur ansatzweise zu langweilen – aber um Unterhaltung geht es in der Musik doch. Oder?

Frank Bongers

10' EP: Dean Allen Foyd - "Road To Atlas" (Crusher Records o.N.)

Dean Allen Foyd im Internet: www.facebook.com/deanallenfoydmusic

Crusher Records im Internet: www.crusherrecords.com

Cover: Robin Gnista

© jazzdimensions 2013
erschienen: 1.3.2013
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