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Regina Spektor - "What We Saw From The Cheap Seats"

Die russisch-amerikanische Singer-Songwriterin Regina Spektor ist, einfach ausgedrückt, ein Genie. Jeder Song, den sie anfasst, verwandelt sich automatisch in Gold. Oder, um es anders zu sagen, in unkonventionelle Musik. Immer harscharf am Pop vorbei, weil sie es so will. Stets aber mit Ecken und Kanten, mit Witz und Wonne.

Regina Spektor - "What We Saw From The Cheap Seats"

Kurz: Spektors Songs sind Kunstprodukte, wobei die Kunst darin besteht, etwas Neues, etwas Außerordentliches zu erfinden, zu schaffen, zu konstruieren. Es ist ein wenig so, als tauche sie mit jedem Lied tiefer in eine phantastische Märchenwelt ein, die sie selbst erfunden hat – voll von Vergleichen, Parabeln, Ideen, vom Spiel mit der Wirklichkeit.

Regina Spektor liebt es, den Hörer zu entführen, manchmal auch an der Nase herumzuführen – und sie tut dies mit einem Charme, einer nahezu naiv zu nennenden Ausstrahlung, einer unbedarften Kindlichkeit in Stimme und Musik, die doch insgeheim voller Tücken und Fallstricke ist.

Und ebenso wie im Märchen – es hat doch alles einen Sinn, eine tiefere Bedeutung, eine Verwobenheit und Verschrobenheit und etwas Phantastisches wie Absurdes. Kurz: zuhören und dabei aufpassen, es werden immer frische Stolpersteine auf den Weg gestreut.

Carina Prange

CD: Regina Spektor - "What We Saw From The Cheap Seats" (Warner Brothers Records/Sire 9362-49518-8)

Regina Spektor im Internet: www.reginaspektor.com

Warner Brothers Records im Internet: www.warnerbrothersrecords.com

Cover: Stephen Walker

© jazzdimensions 2012
erschienen: 21.6.2012
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