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Skeletons - "People"

Skeletons ist keine richtige Band, sondern ein Musikerkollektiv um den Filmemacher und Multiinstrumentalisten Matthew Mehlan, der schon seit über zehn Jahren Platten auf vielen Kleinstlabels veröffentlicht. Er verbindet in den Songs von "People" sehr widersprüchliche Einflüsse zwischen Folk und Jazz und schafft es, daraus eine Einheit zu formen.

Skeletons - "People"

Tatsächlich hat jeder Song auf "People" einen Titel. Songstrukturen stehen im Mittelpunkt des Albums, doch werden diese immer wieder aufgelöst und gebrochen, um sich in endlos wirkenden Improvisationsloops zu verlieren. Mal fein und leise, dann wieder roh und aggressiv verschreckt "People" durch seinen radikalen, doch feinsinnigen Ansatz. Wahrscheinlich sind sie die erste Band, die einen "Barack Obama Blues" aufgenommen haben, der zwischen Trance, Noise und Blues hin und her pendelt. Die Musik der Skeletons ist kaum zu fassen.

Skeletons bewegen sich außerhalb von Rahmen und Zeit der gegenwärtigen Pop-Musik. Manchmal klingen sie wie eine weitere Band, die sich im Bereich des "Weird Americana" bewegen, und ein anderes Mal klingen sie wie eine Folkband, die Sun Ra-Stücke neu interpretiert. Sie scheinen sich permanent neu erfinden und erweitern zu wollen und klingen dann doch wie eine moderne, folkloristische Version des Krautrock. Unglaublich.

Michael Freerix

CD: Skeletons - "People" (Shinkoyo-Records/Crammed SHIN035)

Skeletons im Internet: myspace.com/skeletonsandthegirlfacedboys

Shinkoyo-Records im Internet: www.shinkoyo.com

Cover: n.n.

© jazzdimensions 2012
erschienen: 24.2.2012
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