Jasmine Guffond ist in erste Linie eine Hälfte des Duos Minit, das schon auf einige Veröffentlichungen verweisen kann. "Alphabet Dream Noise" ist ihr zweiter Soloausflug. Doch "Alphabetischer Traumlärm"? Das klingt rätselhaft, beschreibt allerdings sehr genau, das sie auf diesem Album Traum und Lärm zusammen bringt, um einem nebeligen Songwriter-Pop zu frönen.
Jasmina
Maschina - "Alphabet Dream Noise"
Mit einigen Ausnahmen hat Guffond sämtliche Instrumente alleine eingespielt. Obwohl viele Gitarren- und Gesangsspuren aufeinander gelegt sind und einen sehr dichten Klang ergeben, haben diese elf Songs etwas Privates, in sich gekehrtes.
Guffond singt weniger, sie haucht ihre Texte eher ins Mikrophon. Es geht ihr um die leisen, verhaltenen Töne. Als würde sie dem Zuhörer eigentlich private Geschichten vorsingen, die niemand sonst etwas angehen. Ihre Songs treiben, wie vom Wasser umspült, leicht dahin.
"Alphabet Dream Noise" enthält von Elektronik geprägte Gitarrenmusik, die weder klassisches Songwriting sein will, noch Indie-Rock. Jasmina Maschina schwebt zwischen den Genres hin und her, ja, sie oszilliert geradezu zwischen ihnen. Ihre Songs stecken voller intimer, atmosphärischer Stimmungen, die selbst laut aufgedreht noch leise und gehaucht klingen.
Michael Freerix
CD: Jasmina Maschina - "Alphabet Dream Noise" (Staubgold Records digital 15)
Jasmina Maschina im Internet: www.myspace.com/jasminemaschine
Staubgold Records im Internet: www.staubgold.com
Cover: Benjamin Augustin