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Randy Newman - "Harps and Angels"

Eine runde Dekade ist es nicht geworden, aber neun Jahre lang hat Randy Newman seine Hörerschaft immerhin doch warten lassen. Nun ist es da, das neue Album "Harps and Angels" – und auch wenn uns Newman lediglich knappe 40 Minuten Musik schenkt, handelt es sich beim Material der neuen CD, wie bei gut gereiftem Cognac, um etwas besonders Exquisites.

Randy Newman - "Harps and Angels"

Die Stücke besitzen mal Filmmusikcharakter, mal könnten sie auch im Rahmen einer Theateraufführung wunderbar für Furore sorgen. Gelegentlich klingt ein Song wie eine Mischung aus Blues und melancholisch-orchestralem Liedgut – entscheidend aber ist, so schön (mal sanft, mal charmant, mal witzig) die Musik auch klingt, die Texte drücken das genaue Gegenteil aus.

Da geht es um Tod und Leid, um Bitterkeit, um Dinge, die vergessen werden wollen. Leichtfüßig und ironisch übt Newman Manöverkritik an Regierungen und deren Weltmachtstreben. Und Newman wäre nicht Newman, hätte er hier nicht aufs Neue bittere Schokolade kunstvoll in buntes Geschenkpapier verpackt.

"Harps and Angels" kommt sozialkritisch und satirisch daher und gibt uns doch das Gefühl, dabei etwas zu lachen haben. Doch Vorsicht, denn gelegentlich mag einem das Lachen im Halse stecken bleiben…

Carina Prange

CD: Randy Newman - "Harps and Angels" (Nonesuch/Warner )

Randy Newman im Internet: www.randynewman.com

Nonesuch Records im Internet: www.nonesuch.com

Cover: n.n.

© jazzdimensions 2008
erschienen: 5.8.2008
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