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Sting - "Songs From The Labyrinth"

Mit diesem Album hat sich der Popmusiker, Bassist und Sänger Sting einer ganz speziellen Passion gewidmet: bis ins 16. Jahrhundert ist er in der Vergangenheit des British Empire zurückgegangen, widmet sich seiner Leidenschaft für den damaligen Sänger und Poeten John Dowland. John Dowland, der im Zeitalter Shakespeares seine Lieder und Texte schrieb und vor allem die Laute spielte, gehört in das Elisabethanische Zeitalter, für das sich Sting ohnehin interessiert.

Sting - "Songs From The Labyrinth"

Als ihm sein Tourgitarrist und Freund Dominic Miller eine Laute schenkte und ihn mit dem bosnischen Lautenvirtuosen Edin Karamazov bekannt machte, waren die Grundsteine für dieses Duo-Album gelegt. Sting bezeichnet John Dowland als "den ersten Singer/Songwriter Englands". Folglich finden sich auf "Songs From The Labyrinth" von Sting gelesene Briefe Dowlands ebenso wie etliche schöne Lieder, denen die Interpretation durch Stings unverwechselbarer Stimme noch ein zusätzliches Licht aufsetzt. Auch in die Klänge und Rhythmen der alten Musik findet er sich perfekt ein. Edin Karamazov als Duopartner spielt ebenfalls sowohl Laute als auch die Erzlaute, sorgt in diesem Sinne für eine sehr besondere, "klassische" Begleitung des Gesangs.

Auch Sting greift hier und da zur Laute - – es ist schwer zu sagen, an welchen Stellen wir ihn hören, aber wohl auch nicht weiter wichtig. Immerhin ist es für einen Bassisten ohnehin verdienstvoll, sich auf der Laute zu versuchen. "Songs From The Labyrinth" ist ein ausgesprochen schönes Album, welches einen in eine andere Zeit eintauchen lässt und doch klarmacht, dass Sehnsüchte, Träume, Gefühle der Menschen sich in den Epochen nicht grundsätzlich voneinander unterscheiden. John Dowland wurde hier ein äußerst feinfühliges Denkmal gesetzt.

Carina Prange

CD: Sting - "Songs From The Labyrinth" (Deutsche Grammophon / Universal)

Sting mit diesem Projekt im Internet: www.sting-labyrinth.de

Deutsche Grammophon im Internet: www.deutschegrammophon.com

Cover: Fred Muenzmaier

© jazzdimensions 2006
erschienen: 8.11.2006
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