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Lisbeth Diers - "Chime"

So manchem mag die dänische Perkussionistin in Susi Hyldgaards Band als sehr eigenständige Musikerin aufgefallen sein. Lisbeth Diers, die auf ihrem Debütalbum nicht nur die Drums bedient, sondern auch singt und alle Kompositionen schrieb, war aber zuvor bereits mit vielen Stars unterwegs: so spielte sie beispielsweise 1996 Triokonzerte mit Airto Moreira und Trilok Gurtu...

Lisbeth Diers - "Chime"

"Chime" ist eine Platte von ungewöhnlicher Dichte. Dunkel, mystisch, von enormer Tiefe finden die Songs ihren Weg in unser Innenohr. Der Trompetensound von Gunnar Halle oder die Gastsolisten Philip Sandholt, Peter Jensen und Niels Gerhardt an den Blasinstrumenten verleihen dem Ganzen eine symphonische Komponente. Anders Jormin streicht seinen Kontrabass als wäre er eine Geige und hier und da bringt ein Glockenklang von Lisbeth Diers Licht ins Dunkle.

Lisbeth Diers schöner, ebenfalls dunkel gefärbter, zeitlupenartiger Gesang schließlich vervollständigt das Soundbild zu etwas sehr Eigenwilligem. Beim vorletzten Lied hören wir Josefine Cronholm mit ihr im Chor – hier erinnern die stimmen an etwas, aus uralter Zeit in die Gegenwart Drängendes. "Chime" ist jedenfalls ein erstaunliches, ein ganz großartiges Album.

Carina Prange

CD: Lisbeth Diers - "Chime" (Spicytuna Records 001)

Lisbeth Diers im Internet: www.lisbethdiers.dk

Spicytuna Records im Internet: www.konnex-records.de

Cover: Nanja Pontoppidan, Lisbeth Diers

© jazzdimensions 2006
erschienen: 23.1.2006
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