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Willard White - "The Paul Robeson Legacy"

Paul Robeson, der hierzulande allzu verkannte schwarze Sänger, Schauspieler und Bürgerrechtler, formte aus ihnen sein Repertoire: klassisch anmutende Balladen und Spirituals, wie sie Willard White hier aufgreift. Doch ihnen den Weg aus der Nische der "Negro Spitituals" zu allgemein bekannten Songs gebahnt zu haben, sie ins Licht der Öffentlichkeit geholt zu haben, ist unbestritten Robesons Verdienst.

Willard White - "The Paul Robeson Legacy"

Willard White interpretiert diese Klassiker nun zu Ehren von Paul Robeson mit seiner kuschlig tiefen, starken Opernstimme, der man große Energie und enorme Ausdruckskraft bescheinigen muss. Songs wie "Go down Moses" und "On My Journey now" werden aufpoliert, und erhalten, von White mit Inbrunst gesungen, plötzlich Aktualität und Zeitbezug. White, selbst als schwarzer Opernsänger mit steinigen Wegen vertraut, vertieft sich so richtig in das Material, unterstützt von einer exzellenten Jazzband, die dem Sänger jedoch stets die Oberhand lässt.

"The Paul Robeson Legacy" ist ein wichtiges Album, eine adäquate Homage in Form der Songs, die Robesons inneren Wunsch nach Rassengleichheit und Menschenrechten transportieren. Willard White bleibt, trotz stimmlicher Präsenz stets dezent hinter dem Repertoire und lässt die Musik sprechen. So muss es sein. Fünf Sterne.

Carina Prange

CD: Willard White - "The Paul Robeson Legacy"
(Linn Records AKD 218[SACD])

Linn Records im Internet: www.linnrecords.co.uk

Cover:Hanya Chlala, haxby

© jazzdimensions2004
erschienen: 22.4.2004
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