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Leonard Cohen - "Dear Heather"

Schon bei den ersten Klängen dieses neuen Leonard Cohen-Albums umschmeichelt den Hörer dessen altbekannter bäriger Sprechgesang wie eine kuschelig flauschige Fliesdecke – oder wärmt wie ein Glas Tee in der Winternacht. Auf "Dear Heather" findet sich ein Dutzend opulent orchestrierter Songs, die das Werk Leonard Cohens bruchlos fortschreiben.

Leonard Cohen - "Dear Heather"

Trotz eingebautem Wärmefaktor ist das Material, aus dem die Songs schöpfen eher melancholisch-trauriger Natur: Rezitiert Cohen in "Villanelle for our time" ein Gedicht von Frank Scott, oder singt er in "The Faith" von der Liebe, die nicht aufhört "zu sein", laufen einem eiskalte Schauer über den Rücken. Dennoch stehen Cohens Texte ganz im Zeichen von Liebe, Hoffnung und dem Glauben an das Gute.

"Dear Heather" schöpft, den Rücken an die Wand der Verzweiflung gelehnt, kraftvoll aus der Ruhe in der ja die Kraft liegt. Tatsächlich gibt es kaum einen Menschen, dessen Stimme Bedeutungsvolles so überzeugend an den Mann (und die Frau) bringen kann. Spätestens bei "Tennessee Waltz" wird klar: ein kommender Klassiker!

Carina Prange

Leonard Cohen: "Dear Heather" (Columbia/Sony 514768)

Leonard Cohen im Internet: www.leonardcohen.com

Columbia/Sony im Internet: www.sonymusic.de

Cover: Leonard Cohen, Michael Petit

© jazzdimensions2004
erschienen: 28.10.2004
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