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Fênix - "Marfim"

Fênix steht auch mit seinem zweiten Album wieder konsequent für eine neue, andere brasilianische Musik - fernab von den weithin bekannten, betont fröhlichen Samba-Rhythmen. Seine Musik ist eher melancholisch und bildet eine kongeniale Einheit mit seinen vokalen Fähigkeiten - denn Fênix' Countertenor-Stimme ist zart, glasklar und zu Herzen gehend.

Fênix - "Marfim"

Schon das Debüt "Eu, causa e efeito" hatte gezeigt, mit was für einem großartigen sängerischen Talent wir es zu tun haben. Der aus dem brasilianischen Nordosten stammende Fênix hat sich auch für seine zweite Platte dem schier unerschöpflichen Repertoire seiner Heimat bedient und interpretiert Songs seiner Landsleute Caetano Veloso, Nelson Cavaquino, Lulu Santos und Totonho, doch auch Lieder aus seiner eigenen, nicht weniger kreativen Feder sind wieder mit dabei.

Die populäre brasilianische Musik hat schon vor Jahren einen weltweiten Siegeszug angetreten, und ihre Präsentatoren wurden Weltstars. Nun macht sich die zweite Generation auf, die Musikwelt zu erobern, und Fênix gehört ohne Zweifel zu deren begabtesten Vertretern. Einen Großteil der Faszination macht sicher seine fragil wirkende Stimme aus, doch erst, wenn man sie im Einklang mit der poetischen Kraft seiner Songs und seiner ausdrucksstarken Persönlichkeit wahrnimmt, wird man dem ganzen Künstler Fênix gerecht.

Peggy Thiele

CD: Fênix - "Marfim" (Traumton 4475)

Fênix im Internet: www.jfenix.com

Traumton Records im Internet: www.traumton.de

Cover: Luciane Ribeiro

© jazzdimensions2004
erschienen: 3.12.2004
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