Dean Brown offenbart auf seiner neuen Scheibe ebenso seine Eigenschaft als talentierter Singer-Songwriter, wie er seine Verbundenheit zu seinen 70er-Jahre-Vorbildern zeigt: zum Funk von Sly Stone, dem Groove von James Brown, oder - in gitarrensoundtechnischer Hinsicht - zu Jimi Hendrix.
Dean
Brown - "Groove Warrior"
"Groove Warrior" ist, ganz dem Titel entsprechend, rhythmusbetont, und in dieser Hinsicht tatsächlich ein Knaller. In trauter Einheit findet sich neben dem hüftschwingenden Instrumental ("In the Basement") auch die schöne und dennoch rockige Ballade, nahtlos integrierte Rapelemente mit entsprechender Soundeffektpalette, aber auch retromäßiger Funkadelic-Input und fetzige Gitarrenriffs. Ein Song der Platte ("Forever") ist in Form eines Remixes sogar gleich ein zweites Mal vertreten, was in diesem Fall nicht einmal eine überflüssige Dreingabe bedeutet.
Fast nebenbei wartet das Album mit langer, illustrer Gästeliste auf - als weitere Garanten für funkig-rockige Beats sind mit von der Partie unter anderem Marcus Miller, Booker King oder Bernard Wright. Fazit: Dean Brown ist ein Künstler, den man als Sideman zwar schon zu kennen glaubte, den man endlich aber auch als Bandleader auf der musikalischen Landkarte verzeichnen sollte.
Carina Prange
CD: Dean Brown - "Groove Warrior" (ESC Records 3688-2)
Dean Brown im Internet: www.deanbrown.com
ESC Records im Internet: www.esc-records.de
Cover: Ruth Brown