David Fiuczynski begibt sich hier zusammen mit dem Cellisten Rufus Cappadocia noch einen weiteren Schritt in Richtung ernsthaft bewustseinserweiternden Jazzrock. Was als Soundbild oberflächlich bekannt erscheint, entpuppt sich bei genauem Zuhören jedoch als tatsächlich nie dagewesen...
Fiuczynski
/ Cappadocia - "KiF"
Fiuczynski spielt auf "Kif" alle Arten von Gitarren, gelegentlich und nicht minder eigenwillig auch den E-Bass. Letzteres allerdings nur in Einzelfällen, denn meist wird die Rolle des Basses "nebenbei" von Cappadocias 5-saitigem, elektrisch verstärkten Cello übernommen. Als bundloses Instrument erscheint dieses prädestiniert für ein Team-Up mit Davids ebenfalls bundlosen oder nach Vierteltonskalen gestimmten Gitarren. So fällt es beiden leicht, exotisches Klangmaterial aus dem ostasiatischen Raum einzubeziehen ohne durch wohltemperierte Stimmungen behindert zu werden.
Das Ergebnis ist demzufolge exotisch chinesische ("Chinese Go Go") oder indische ("Purple Vishnu") Harmonien erklingen, dann wird mit Metalriffs wieder satt gegengesteuert. Gene Lake, respektive Tobias Ralph am Schlagzeug lassen nichts anbrennen, Daniel Sadownick füllt perkussiv eventuelle Lücken. Und Lian Amber lässt leider nur bei "Roxy Migraine" eine engelsgleiche Stimme hören.
Ehemaligen Led Zeppelin-Fans sei "Slap Bow" als Einstiegsstück ans Herz gelegt ansonsten ist dies eindeutig ein Album für Nonkonformisten. Sehr stark. Und der Joint kann auch ruhig kalt bleiben...
Frank Bongers
CD: Fiuczynski / Cappadocia - "KiF"
(Fuzelicious Morsels FUZE8903-2)
David Fiuczynski im Internet: www.torsos.com
Cover: Lian Amber
mehr bei Jazzdimensions:
David
Fiuczynski - "Life as a jazz-punk?" - Interview (erschienen:
22.5.2000)
David Fiuczynski´s Headless Torsos
- "Amandala" - Review (erschienen: 28.5.2001)
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- Review (erschienen: 7.5.2000)