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Dan Bern - "New American Language"

Dan Bern lehnt sich hier - beabsichtigt - musikalisch stark an angloamerikanische Vorbilder des Country-Folk-Rock an. Vergleiche seiner Musik mit Dylan oder Elvis Costello blieben nicht aus. Hinzu kommen aber auch adäquate Texte, die eine Auseinandersetzung mit Amerika, dem Glauben, Berns jüdischer Herkunft, aber auch den "normalen Problemen" des Lebens wie Liebe, Verlust etc. beinhalten.

Dan Bern - "New American Language"

Dan Berns Gesang transportiert eine unterschwellige Botschaft bereits allein durch den leicht leidendend-melancholischen Unterton seiner Stimme; für den Blues ist diese zwar eigentlich zu hoch, für Country aber genau richtig. Seine Band beherrscht den "American Way of making music" ebenso gut wie Bern das Schreiben entsprechender Songs: nicht parodistisch, sondern mit liebevoller Kompetenz. Hervorzuheben sind auf alle Fälle das Titelstück "New American Language", eine sehnsuchtsvolle Suche nach der universalen Wahrheit und die ellenlange Schlußballade: "Thanksgiving Day Parade". Hier klingt Dan Bern nach Bob Dylan in Reinkultur - wenn auch in textlicher Hinsicht nicht so verklausuliert.

Dan Bern besteht die Probe und erweist sich als begabter Songwriter der hier sein Portrait der amerikanische Musik entwirft, dabei gleichzeitig mit Ironie und Kritik an essentielle Themen herangeht. Nicht direkt eine neue Sprache, aber: das Album trifft den Ton!

Carina Prange

CD: Dan Bern - "New American Language" (CookCD 235)

Cooking Vinyl im Internet: www.cookingvinyl.com

Cover: Heidi Fener / Dan Bern

© jazzdimensions2002
erschienen: 7.7.2002
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