Zwölftonmusik mit Groove? Ja, aber ... !? Doch, es geht: Bruce Arnold beweist mit seinem neuen Werk "Give `em Some" daß es bei dieser, seit ihrem Aufkommen vor einem runden Jahrhundert mit dem Stigma der "Unhörbarkeit" behafteten Musikgattung durchaus auch einmal handfest zugehen kann.
Bruce
Arnold - "Give `em Some"
Bruce Arnold und seine Band formen aus harmonischem und melodischem Material seltener Kantigkeit Stücke, die eingängig und schön wirken, ohne anbiedernd smooth zu werden ("Techtonic", "Timeline"). Dies ist aber nur ein Aspekt - auch 80er "New York"-Funk wird aus dem Schrank geholt und munter nach vorne gespielt ("Foggy Timeline Breakdown") oder eruptive Ethnopercussion hinter blubbernde Synthiegitarren gelegt - gleichzeitig athmosphärisch und experimentell: "Rush".
Ratzo B. Harris am Bass und Tony Moreno am Schlagzeug nutzen die Gelegenheit der langen und abwechslungsreichen Stücke, sich auszuspielen. Die ganze Band klingt ausgelassen, spielfreudig - und solch bissige Gitarrensoli wie das von Arnold in "Smoke" möchte man gerne live von der Bühne hören.
Eine vielseitige, handfeste Scheibe, die man auch laut hören kann - und sollte! Well done Bruce - give us some more!
Frank Bongers
CD: Bruce Arnold - "Give `em Some" (Muse Eek msk 116)
Bruce Arnold im Internet: www.brucearnold.com
Muse Eek im Internet: www.muse-eek.com
Cover: Michal Shapiro
mehr bei Jazzdimensions:
Bruce Arnold-Trio - "A
few dozen" - Review - (erschienen: 2.4.2000)