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Andreas Willers - "Tin Drum Stories"

Was macht einen Reiz improvisierter Musik aus? Sicherlich die Möglichkeit, während des Hörens seiner Phantasie freien Lauf lassen zu können - je ideenreicher die Improvisationskunst, desto unterschiedlicher scheinen auch die Bilder in den Köpfen der lauschenden Menschen zu sein.

Andreas Willers - "Tin Drum Stories"

Andreas Willers greift mit den "Tin Drum Stories" seine eigenen Assoziationen zum Film "Die Blechtrommel" auf, wobei - abgesehen von den vier "Tin Drum Stories" - auf der Platte noch sechs weitere Stücke zu finden sind. Allen gemein sind die farbig wirkenden Titel - ganz egal, ob es sich um das "Piratenlied" oder "Reprise: Shelter" handelt. Bei ersterem hat man tatsächlich einen die Wanten hochkletternden und anderweitig agierenden Piraten vor dem geistigen Auge - "Reprise: Shelter" dagegen ist ein Gitarrensolostück, das eher klassisch als modern anmutet.

Zurück zu den titelgebenden "Tin Drum Stories": - hier finden alle drei Musiker innerhalb der teils knapp neunminütigen Stücke die Möglichkeit, ihre Improvisationskünste unter Beweis zu stellen (neben A. Willers an diversen Zupfinstrumenten: Horst Nonnenmacher am Baß und Michael Griener an - Zitat: "trap set" und "dictaphone"). Jede Story stellt ein komplexes Gebilde für sich dar, eine Abfolge von dramatischen, explosiven, emotionalen und kontrollierten Elementen - ein kleines Gesamtkunstwerk eben.

Carina Prange

CD: Andreas Willers - "Tin Drum Stories" (btl 009/ EFA 10179-2)

Cover: Jutta Obenhuber / fuhrer vienna

© jazzdimensions2000
erschienen: 11.11.2000
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