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Flo Stoffner - "... and Sorry"

Wofür entschuldigt sich Flo Stoffner wohl auf seinem Debütalbum? Vielleicht, dafür, dass er seine elektrische Gitarre vor allem als Klangerzeuger benutzt und damit manchmal Töne hervorbringt, die eher beunruhigen?

Flo Stoffner - "... and Sorry"

Oder vielleicht dafür, dass er bereits auf seinem ersten Album unter eigenem Namen klar macht, dass ihn das freie Musizieren mehr interessiert als das Nachspielen von Standards und er eben der "schönen Musik" eine Absage erteilt? Andererseits weist "...and Sorry" viele Momente ungewöhnlicher Schönheit auf. Flo Stoffner lässt dazu die Töne frei im Raum schwingen und bricht ab, wenn es droht, zu selbstgefällig – oder zu schön? – zu werden.

Seine Fingerfertigkeit stellt er nicht in den Vordergrund, auch wenn deutlich ist, dass hier einer am Werk ist, der mit seinen beiden Händen weiß, was er tut. Trotzdem klingt dieses Album, als wäre Stoffner offen für den Zufall und baue diesen mit in sein musikalisches Konzept ein, anstatt ihn auszuschließen.

Gerade diese Offenheit, die zwischen ruhigem, beinahe meditativen Material und beunruhigendem Krach hin und her schwingt macht die neun Titel von "...and Sorry" zu einem beunruhigenden, irritierenden und verzaubernden kleinen Ereignis, in dem keine Gemütlichkeit aufkommt.

Michael Freerix

CD: Flo Stoffner - "... and Sorry" (Veto Records 011)

Flo Stoffner im Internet: www.myspace.com/flomania66

Veto Records im Internet: www.veto-records.ch

Cover: star&zbin

© jazzdimensions 2012
erschienen: 17.7.2012
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