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Tobias Preisig - "Flowing Mood"

Die Violine ist das Instrument des Tobias Preisig. Gemeinsam mit seinem Quartett, bestehend aus Stefan Rusconi (Piano), André Pusaz (Bass) und Michi Stulz (Schlagzeug), widerlegt Preisig die Theorie jener Kritiker, die meinen, die Violine, die Geige, wäre eines der Instrumente, die im Jazz nichts verloren haben.

Tobias Preisig - "Flowing Mood"

Denn gerade das Spiel von Preisig funktioniert auf diesem, seinem neuen Album geradeheraus wunderbar: Tatsächlich ruht das Album mit seinen elf, nicht immer ganz leichten, Liedern geradewegs mitten im großen Jazz-Genre, im Mainstream-Jazz.

Gerade genug Improvisation, um als individuell zu gelten, gerade genug Harmonie und Melodie, um nicht in Free Jazz auszuufern, gerade genug Virtuosität, um nicht im handelsüblichen Jazz-Einheitsbrei unterzugehen – das ist "Flowing Mood". Selbstredend klingt Preisigs Spiel dabei oft melancholisch, was freilich am Klang der Violine und dem damit unmittelbar und unumgänglich verknüpften Kopfkino liegt.

Das New Yorker Jazzlabel "Obliq" tat gut daran, die vom Züricher Tobias Preisig selbst geschriebenen Songs des Albums auf ihrem Label zu veröffentlichen. Denn etwas Besonderes, ja Exquisites hat das schon. Und tatsächlich entwickelt das Album dann auch noch eine Art Groove, der zwar kaum hörbar, aber deutlich wahrnehmbar dem Album einen sehr eigenen, sehr feinen Charakter verleiht.

Michael Arens

CD: Tobias Preisig - "Flowing Mood" (ObliqSound OS 515)

Tobias Preisig im Internet: www.tobiaspreisig.com

ObliqSound im Internet: www.obliqsound.com

Cover: Gabriele Donati

© jazzdimensions 2010
erschienen: 29.12.2010
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