Die italienische Sängerin Carla Marcotulli stammt aus einer sehr musikalischen Familie. Der Vater war Toningenieur, die Schwester ist eine der renommiertesten Jazzpianistinnen Italiens. So erschien bereits 1986, da war Carla gerade zarte 24 Jahre jung, ihr erstes Album. Über einen Umweg, auf dem sie Opern sang, kam sie schnell zu ihren Jazzwurzeln zurück.
C.
Marcotulli w. D. Halligan - "How Can I Get to Mars?"
Im Jahr 2006 lernte sie dann den Komponisten und Arrangeur Dick Halligan kennen, eines der Gründungs-Mitglieder von Blood, Sweat & Tears. Diese Zusammenkunft gipfelt nun in diesem Album, das mit seinen dreizehn Titeln irgendwo zwischen Vocaljazz, Scatgesang und herzerwärmenden Streicher-Passagen pendelt.
Innovativ ist das. Manchmal schwermütig, melancholisch, aber auch verspielt, eigenwillig. Marcotulli macht dabei schon klar, was stimmlich ihre Spannbreite so alles hergibt. Das soll sie auch, ist dies doch die wichtigste Zutat von "How Can I Get To Mars?". Und immer wieder diese Streicher…
Dick Halligan selbst spielt Piano und ist Komponist der meisten Titel. Das sei aber nur am Rande erwähnt. Denn die treibende Kraft des Albums ist, und das soll keine Kritik sein, für mich nicht Carlas Stimme oder die Kooperation mit Herrn Halligan, sondern die akzentuiert eingesetzten Streicher, die "How Can I Get To Mars" die besondere Prise verleihen.
Michael Arens
CD: C. Marcotulli w. D. Halligan - "How Can I Get to Mars?"
(Act Music ACT 9720-2)
Carla Marcotulli im Internet: www.myspace.com/carlamarcotulli
Act Music im Internet: www.actmusic.com
Cover:Paolo Soriani, Fabrizio G. Ficca