Dalia Faitelson, die in der israelischen Negev-Wüste geborene Tochter einer bulgarischen Mutter und eines israelischen Vaters besinnt sich auf "Pilpel" ihrer Wurzeln: Anders als bisher singt sie auf diesem Album Hebräisch, wohingegen bislang Englisch vorherrschte - hatte sie doch u.a. am Berklee College of Music studiert.
Dalia
Faitelson - "Pilpel"
In Amerika lernte sie auch einige Protagonisten ihres ersten Albums kennen: Randy Brecker, Chris Cheek und Adam Nussbaum tauchen in der Besetzung ihres Debüts "Point of no return" auf. Dem experimentellen, manchmal an Neue Musik grenzenden Erstling folgte mit "Movable Clouds" eine Verbindung von Folk- und Jazzelementen.
Für "Pilpel" nahm Dalia Faitelson nun einen tiefen Schluck aus der mit "Volksmusik" etikettierten Flasche. Der Sängerin, die übrigens auch Gitarre spielt, sowie Komponistin und Texterin sämtlicher Titel ist, steht diese für den Hörer neue Facette ihrer Persönlichkeit gut. Erstaunlich, wie Dalia Faitelson sich auch dieses Gebiet zu eigen macht. Man mag sich zwar ein wenig zurücksehnen nach den phantasievollen englischen Zeilen und den schrägen Texten - das Hebräische klingt vergleichsweise unvertraut und erfordert zudem eine andere Intonation und Herangehensweise an den Gesang.
Dennoch, Neuland zu betreten, sich zu verändern steht jedem zu. Außerdem ist "Pilpel" musikalisch definitiv interessant.
Carina Prange
CD: Dalia Faitelson - "Pilpel" (Doublemoon 71507 / SunnyMoon)
SunnyMoon Records im Internet: www.sunny-moon.com
Cover: n.n.