Da lächelt uns doch vom Cover von "Supernatural love" wiederum so eine blonde Frau entgegen, die darüber hinaus auch noch gut aussieht, Stimme hat und welch Überraschung aus Skandinavien kommt. Auch bei Katrine Madsen türmen sich die Klischees zuerst einmal bergeweise auf, denn so langsam kann man sie ja kaum noch zählen, die Stars und Sternchen aus den nördlichen Nachbarländern...
Katrine
Madsen - "Supernatural love"
Aber nun muss man relativieren: Katrine Madsen ist nicht mehr ganz so unerfahren, singt auch schon etwas länger als der Run auf nordische Sängerinnen anhält und sie kann singen. Musikalisch liegt sie gleich auf mit den vielen anderen Talenten; mit ihrem Mix aus Blues, Pop und Jazz entfernt sie sich nicht zu weit vom Massengeschmack, und doch: etwas ist bei Katrine Madsen anders. Sie phrasiert anders, sie lebt in ihren Liedern, und man glaubt ihr die Dinge, von denen sie singt.
Ja, Katrine Madsen hat Erfahrung, Lebenserfahrung, die man bei so vielen jungen Sängerinnen vermisst, die wie Retortenbabys aus den Klonfabriken der Universitäten kommen. Jazz lernt man eben nicht in der Schule, sondern auf der Straße. Katrine Madsen scheint dort zumindest einen Teil ihrer Zeit verbracht zu haben.
Hermann Mennenga
CD: Katrine Madsen - "Supernatural love" (Stunt Records)
Katrine Madsen im Internet: www.katrine-madsen.dk
Cover: n.n.