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Dave Brubeck - "The Gates of Justice"

Geschrieben hat Dave Brubeck "The Gates of Justice" bereits 1969. Aufgenommen wurde das Werk für Orchester, Chor und Jazztrio dann aber erst im Jahre 2001 für das Milken Archive, einer Organisation die sich der Amerikanischen Jüdischen Musik widmet. Drei Jahre darauf erschien das Album in den Vereinigten Staaten und ist jetzt auf Naxos endlich auch in Deutschland erhältlich.

Dave Brubeck - "The Gates of Justice"

The Gates of Justice beinhaltet Adaptionen von Passagen aus dem hebräischen alten Testament, von liturgischen Texten aus dem Union Prayer Book, sowie Fragmente aus Reden von Martin Luther King und den jahrtausendealten Schriften des Weisen Hillel. Desweiteren sind Originaltexte von Brubecks Frau, Iola Brubeck, in das komplexe Werk eingearbeitet.

Letztendlich hat Dave Brubeck hier seine Weltsicht portraitiert, Thema ist seine Identifikation mit den unterdrückten Juden und Schwarzen, zwischen deren Schicksalen er starke Gemeinsamkeiten sieht. Brubeck ist Humanist; der Glaube, die Erleuchtung spielen für ihn eine große Rolle.

"The Gates of Justice" ist eine großartige, großangelegte Komposition, ein Statement, das auch als ein Brubecks Vermächtnis betrachtet werden kann: der Wunsch nach Frieden und Versöhnung zwischen den Völkern ist die Antriebsfeder für dieses intensive Stück Musik.

Carina Prange

CD: Dave Brubeck - "The Gates of Justice"
(Milken Archive / Naxos 8.559414)

Naxos Records im Internet: www.naxos.com

Cover: n.n.

© jazzdimensions 2006
erschienen: 26.2.2006
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