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Stone Jazz

Hat man etwa den üblen, aber schon weithin bekannten Geruch vom Kassemachen in der Nase? "Stone Jazz" wollen mit ihrer CD den Rolling Stones zum 40sten Jubiläum ein "Denkmal" setzen, ist im Pressetext zu lesen. Haben die Rollenden Steine dieses Denkmal verdient?

Stone Jazz

Es handelt sich bei den Stone-Jazzern Mulgrew Miller (p), Charles David (b), Lenny White (dr) und all den anderen um verdiente Musiker, nicht etwa um Anfänger, denen einfach nichts anderes einfallen wollte. Doch wenn man schon auf den äußerst populären Zug aufspringen musste – man nehme populäre Band und drechsle deren Hits irgendwie neu zusammen – dann bitte richtig! Wenn man ihre Musik nicht kennen würde, müsste man nach dem zweifelhaften Hörgenuss von "Stone Jazz" annehmen, bei den Rolling Stones handle es sich um eine unbedeutende Sonntagmorgen-Dixieland-Combo und nicht um die größte Rockband aller Zeiten.

Über freie Improvisation lässt sich immer streiten, aber "Satisfaction" und "Jumpin' Jack Flash" klingen beispielsweise so verfremdet und erschreckend lieblos heruntergeklimpert und -geflötet, dass man schier weinen möchte. Spielfreude, Begeisterung, Leidenschaft – also genau das, was die Stones ausmacht: absolute Fehlanzeige. Und so muss man leider sagen: "Stone Jazz" hat einer wirklich großen Band kein schönes Denkmal gesetzt.

Peggy Thiele

CD: Stone Jazz (Forte Entertainment/Lightyear 54564-2)

Lightyear Entertainment im Internet: www.lightyear.com

Cover: CP Design

© jazzdimensions2003
erschienen: 7.9.2003
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