Frisch, fröhlich, frech so könnte man immer wieder die Klangexperimente von Sex Mob beschreiben. "Marching Band Musik, verdreht und frei verspielt", wäre ein weiterer Versuch der Einordnung. Jedenfalls: Hauptsache schräg und quietschig.
Sex
Mob - "Dime Grind Palace"
Sex Mob will und kann sich nicht einordnen lassen; von leisen Walzerklängen bis hin zu eruptiven Free-Jazz-Gewitterschlägen passt scheinbar alles in ihr offenes Konzept hinein. Gelegentlich scheint nur locker "musikalisch herumgetollt" zu werden. Doch bei allem Hang zum Scherzen Steven Bernstein (trumpets), Briggan Krauss (saxes), Tony Scherr (b) und Kenny Wollesen (dr) sind bekannte, ernsthafte Musiker der NY-Underground-Szene, und ihr Konzept der langsamen musikalischen Explosion ist nicht nur dort zu einer festen Größe geworden.
Als Gäste wurden zu den Aufnahmen für "Dime Grind Palace" zahlreiche Bläser und weitere Instrumentalisten eingeladen genannt werden sollten hier Roswell Rudd, Peter Apfelbaum und David Tronzo. Das Resultat ist quirlig, wie Musik nur sein kann und einfach gut! Allerdings nichts für schwache Nerven und Ohren!
Carina Prange
CD: Sex Mob - "Dime
Grind Palace"
(ropeadope / Ryko Disc / Zomba 384.6042.2)
Sex Mob im Internet: www.sexmobmusic.com
ropeadope-records im Internet: www.ropeadope.com
Cover: Dave Bias