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Chick Corea - "Rendezvous in New York"

Sich selbst zu feiern sei, nach eigenem Bekunden, seine Sache nicht, und noch weniger, die Vergangenheit musikalisch wieder aufleben zu lassen. Chick Coreas Aussagen dazu waren eindeutig: "No reunions, as they are ´returning to the past´!" – So musste Sal Harris, Chick Coreas Freund und Manager des New Yorker Blue Note-Clubs, auch lange und harte Überzeugungsarbeit leisten, um seinen Traum von einer großen und langen Geburtstags-Feier anlässlich Chick Coreas 60ten möglich zu machen.

Chick Corea - "Rendezvous in New York"

Erste, zaghafte Anfragen Chick Coreas an seine alten und neuen musikalischen Begleiter wurden aber so herzlich und zahlreich beantwortet, dass Coreas Lust auf ein erneutes Zusammenspiel mit den berühmten Kollegen seine Bedenken dann doch schnell verschwinden ließ. Und so kam es zu der wohl längsten Geburtstagsfeier der Jazzgeschichte: über einen Zeitraum von drei Wochen im Dezember 2001 wurde in den verschiedensten Formationen im Blue Note gespielt und gefeiert.

Nur wenige seiner alten Wegbegleiter waren verhindert und so findet sich auf diesem Album eine sehr eindrückliche Werkschau aus Coreas langjährigem Schaffen. Zu hören ist das "Now he sings, now he sobs"-Trio, mit Roy Haynes und Miroslav Vitous, die Chick Corea Acoustic Band mit Dave Weckl und John Patitucci, Chick Coreas New Trio mit Avisha Cohen und Jeff Ballard, die Three Quartets Band mit Michael Brecker, Eddie Gomez und Steve Gadd, und zwei Duos, natürlich eins mit Bobby Mc Ferrin und dann noch ein besonders eindrückliches, das gleiche Medley wie schon mit Bobby Mc Ferrin, nämlich "Concierto de Aranjuez/Spain" mit Gonzalo Rubalcaba.

Seinem Anspruch, sich nicht zu wiederholen, wird Corea auf dieser CD wieder einmal vollkommen gerecht. Jedes Stück auf dieser CD ist eine Neu-Entdeckung, allerdings nur selten eine Offenbarung, wie das Duo mit Gonzalo Rubalcaba oder die Interpretation von "Lifeline" durch das New Trio. Diese beiden Stücke sind die absoluten Highlights der CD. Wobei man immer den Maßstab im Auge behalten sollte: alles, was hier dargeboten wird ist großartig – nur: die beiden genannten Stücke sind phänomenal. Es ist eben Chick Corea, der hier spielt und feiert...

Katja Duregger

CD: Chick Corea - "Rendezvous in New York"
(Stretch Records/Universal 0380232)

Cover: n.n.

© jazzdimensions2003
erschienen: 21.5.2003
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