Während die CD noch geladen wird, denkt man an Joe Pass, Kenny Burrell, Ernest Ranglin - dann geht´s los: Mit "Long ago and far away". Schöner, warmer Gitarrenklang - außerdem gut gespielt. Stücke wie "Tea for two" kennt man ja. Aber diese Versionen! Reichbart hat sich einiges einfallen lassen - so abwechslungsreich hat man diesen alten Klassiker lange nicht mehr gehört.
Jake
Reichbart - "Long ago and far away"
Der 38-jährige Gitarrist kann unterschiedliche Stimmungen perfekt darstellen. Mit seiner beeeindruckenden Fingertechnik mischt er gekonnt Akkorde mit schnellen Läufen und spielt dazu noch "leichthändig" eine Walking-Bass-Linie. Das Album endet mit "Blue in green". Nun gelten ja Miles Davis´ Stücke, ob das nun berechtigt ist oder nicht, immer als die Herausforderung und die Meßlatte für jeden Musiker. An dieser Version hätte wohl der Meister selbst nicht viel auszusetzen gehabt. Hier zeigt Jake Reichbart, was alles in ihm steckt: ungeheuer vielschichtig präsentiert er hier alle Gefühl- und Stimmungslagen, die auf einer Gitarre interpretierbar sind.
"Long ago and far away" überzeugt vollkommen. Eine wunderschöne CD, die obwohl Reichbart solo spielt, nie langweilig oder selbstverliebt klingt. Diese CD macht gespannt auf weitere Projekte von Reichbart.
Thomas Dern
CD: Jake Reichbart - "Long ago and far away"
(Sandrines´s Music 002)
Jake Reichbart im Internet: www.jakereichbart.com
Cover: Gene Jones Art & Design