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Graef / Schippa / Moritz - "Orlando Fragments"

Die "Orlando Fragments" sind keine reine Jazzplatte, sondern befinden sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen Neuer Musik, Jazz und Alter Musik. Inspiriert von überlieferten Motetten aus der Renaissance-Zeit haben die drei Musiker - in erster Linie Friedemann Graef - Stücke einstudiert und geschrieben, die viel Freiraum für die jeweilige Konzertsituation lassen.

Graef / Schippa / Moritz - "Orlando Fragments"

Im Ergebnis handelt es sich um ein kontrastreich daherkommendes Repertoire, dessen Konzept auf einer engen Zusammenarbeit der Musiker, ihren - von Stück zu Stück wechselnden - Rollen und auf einen Sinn für "musical poetry" beruht. Die im SFB aufgenommene Platte besitzt einerseits sehr sinnliche Elemente, wird im Gegensatz dazu an anderer Stelle auch plötzlich brutal hart. Gegenpole, die sich bei sehr freier, improvisierter Musik wie dieser zu einer Einheit verbinden lassen.

Friedemann Graef verfügt über ein ungewöhnlich vielseitiges spielerisches Können an diversen Saxophonen und der Baßklarinette. Jörg Schippa läßt seine Gitarre je nach Situation "quietschen" oder hält sich dezent im Hintergrund. Uli Moritz spielt ein sehr percussives Schlagzeug oder "drumorientierte" Percussion - je nachdem. Immer hält die Band den Spannungsbogen und entführt den Hörer mit häufig bis zum hypnotischen reduzierten musikalischen Mustern. - Gelungen!

Carina Prange

CD: Graef / Schippa / Moritz - "Orlando Fragments" (Nabel 4681)

Nabel Records im Internet: www.jazzrecords.com/nabel

Covergemälde: Volker

© jazzdimensions2001
erschienen: 9.1.2001
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