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Double Feeling - "Double Feeling"

Hier steckt einiges "im Doppelpack": ein Duo, das hoffentlich "double feelings" mit in die Musik einbringt - sparsam instrumentierte Songs, die auch schon mal ins "Double-Time"-Feeling wechseln ... - Double Feeling sind Lutz Keller an der Gitarre und Meamad, die den Vocalpart übernimmt.

Unplugged hören wir vier Songs - von Quincy Jones, Jesse Fuller, George Gershwin und Richard Rodgers/Lorenz Hart stammt das genutzte Material. Für den "San Francisco Bay Blues" und "Blue Moon" sind sowohl die Gitarre als auch der dazugehörende Gesang wie geschaffen: die Stimme von Meamad spielt hier ihr leicht frivoles Potential voll aus, besitzt ein typisches Blues-Timbre.

Schwieriger ist die Beurteilung bei "Miss Celie´s blues" und "Summertime". Bei ersterem ist die Lage der Gesangsstimme zu hoch, sprengt etwas den Rahmen des dezent gespielten Songs. Bei "Summertime" ist das "übliche" Problem vorhanden: die Entscheidung ist zu treffen, wie man sich an ein Lied herantraut, das bereits die ganz großen Diven des Jazzgesang für sich reklamiert haben. Es ist "richtig" gesungen, aber die Stimme hat hier nicht die tiefen Lagen und die beruhigende Ausstrahlung, von der "Summertime" sonst lebt.

Resumée: Ein sehr guter Anfang - es müssen noch mehr Songs gesucht werden, die der durchaus vorhandenen Qualität des Duos und ihrer Intention entsprechen.

Carina Prange

CD: Double Feeling - "Double Feeling" - CD zu beziehen über: Lutz Keller - blk@mailberlin.net

cover: n.n.

© jazzdimensions2001
erschienen: 30.1.2001
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