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Adam Pieronczyk-Trio

B-flat, Berlin, 13. 6. 2005

Leicht macht es Pieronczyk den Zuhörern nicht. Seine Kompositionen bieten Widerstand. Musiker und Zuhörer müssen sie gegen den Strich bürsten. Wie auf seinen Alben nutzt Pieronczyk (ss, ts, Zurna) alle musikalischen Mittel, Ober-, Vierteltöne oder Honks. Er kann Kerben in den Raum schneiden, wirft, was Sue Terry "Schattentöne" nennt: Sinusklarheit wie aus dem Rechner.

Adam Pieronczyk

Hat man sich an Tenorwärme und Oktavsprünge gewöhnt, lauert Pieronczyk Effendi hinter der Ecke, mit trockenem Sopran und krächzend-nasaler Zurna-Pentatonik. Adam Kowalski (b) und Krysztof Dziedzic (dr) halten mit, halten dagegen – mit Präzision, Samples, verstörend-lakonischen Solis oder Klangkaskaden.

Improvisationskunst eines Trios, unterwegs in schwindelerregender Höhe. Kein gefälliger Jazz, nichts für die Lounge. Große Kunst.

Thomas Götzelt

Foto: Pressefoto

© jazzdimensions2005
erschienen: 23.06.05
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