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Cassandra Wilson

Berlin, Museumsinsel - Di. 16.7.02

Ein Abschlußkonzert eines Festivals bedeutet immer ein Stückweit "Abschied zu nehmen" - und mit wem hätte man besser Abschied vom Museumsinselfestival 2002 nehmen können als mit der oft als "Nachfolgerin von Ella Fitzgerald" bezeichneten Cassandra Wilson?

Cassandra Wilson

Das Wetter war gut an diesem Abend, der leichte Wind unterstützte die mal nachdenkliche, mal romantische, stets aber voll ruhiger Kraft erstrahlende Gesangsstimme und Persönlichkeit von Cassandra Wilson. Als weiterer Blickfang neben der Sängerin fungierte der Percussionplayer Jeff Haynes: der Wunsch nach einem zusätzlichen Drummer kam gar nicht erst auf, so sehr beeindruckte sein Percussionspiel durch technische Raffinesse - noch mehr aber wirkte seine herzliche Art. Mark Peterson an Kontrabass und E-Bass sowie Marvin Sewell an der Gitarre ergänzten die Besetzung zu einem miteinander in packender Interaktion stehenden Quartett.

Überwiegende Leitlinie des Konzerts waren Songs des gerade erschienenem Album "Belly of the Sun" - die Hörerschaft wurde auf eine akustische Reise ins Mississippy-Delta, nach Afrika oder Südamerika mitgenommen. Woher Cassandra Wilson auch ihre ruhige und gleichzeitig energiegeladene Ausstrahlung nehmen mag: auf alle Fälle schöpft sie aus dem Vollen. Jeder Song, jede Zugabe - und davon wurden viele gefordert - war ein Genuß. Und gestärkt ging der Hörer an diesem Abend von dannen ...

Carina Prange

 

© jazzdimensions2002
erschienen: 18.7.2002
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