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News: Berlin
News aus der Berliner Szene und darüber hinaus

WORLDTRONICS 2008
Berlin, HKW, 26.11.2008 - 30.11.2008

Festival of Electronic Music: Pakistan! Brasilien! Neuseeland! Rumänien! – Wieder bringt WORLDTRONICS elektronische Musik aus Gegenden der Welt nach Berlin, die sich auf diesem Gebiet entweder noch nicht hervorgetan haben oder die mehr zu bieten haben, als es die Klischeevorstellungen wollen. Ein besonderer Leckerbissen verspricht der Eröffnungsabend zu werden: „7 Women No Cry“ präsentiert sieben Musikerinnen aus der Compilation-Reihe "4 Women No Cry" von Gudrun Guts Monika-Label.

WORLDTRONICS 2008

Brasilien:
Von allen vier Länderschwerpunkten hat Brasilien zweifellos die reichste Musikkultur. Zahlreiche Stilistiken gingen vom flächengrößten Staat Südamerikas um die ganze Welt, wie Samba, Bossa Nova oder zuletzt die Partymusik der Favelas, Baile Funk. Gleichzeitig stellt fast jede Musik wie die Bevölkerung ein komplexes Komposit aus afrikanischen, europäischen und indigenen Elementen dar. Kurator Arto Lindsay, umtriebige Avantgarde-Legende, aber auch Produzent brasilianischer Popstars wie Caetano Veloso und Marisa Monte, stellte ein Programm zusammen, das nichts zu tun hat mit Baile Funk oder loungigem Café-Ambient, sondern aus Maracatú, Blaskapellen und abstraktem Lärm besteht.
Rumänien:
Die Anfänge waren, wie in so vielen Ländern des ehemaligen sozialistischen Europas, steinig. Magazine wie die deutsche "Groove" wurden wie eine Bibel studiert und auswendig gelernt, noch heute bestellt der Großteil der DJs seine Platten in Deutschland oder England, denn Spezial-Läden gibt es keine. Dennoch sträuben sich viele gegen die Digitalisierung und halten ihren Vinylschallplatten die Treue. Nicht Bucovina-Geboller oder balkanische Beat Boxer wählte "Groove"-Chefredakteur Heiko Hoffmann aus, sondern die wichtigsten Vertreter eines neuen Bukarester Minimalismus’.
Neuseeland:
Ist zumindest für das europäische Empfinden das wohl europäischste Land im pazifischen Raum. Auf die Distanz zu Australien und die signifikanten kulturellen Unterschiede – wie den härteren Football und die erfolgreichere Integration der Ureinwohner – wird großen Wert gelegt. Die Musikszenen sind außerordentlich gut informiert, dabei klein und untereinander gut vernetzt – denn Clubs sind nach wie vor rar. Eine gutgelaunte Party-willige Reisegruppe aus Neuseeland stellte Hans Nieswandt, Musiker, DJ und Buchautor, zusammen.
Pakistan:
Obwohl die kulturellen Leistungen der Bewohner Pakistans derzeit von den politischen Widersprüchen ihres Landes überschattet werden, ist die Musikkultur traditionsreich, vielfältig und sehr präsent. Im Bereich der elektronischen Musik dagegen ist das Wort "Underground" noch wörtlich zu nehmen. Die bekanntesten Produzenten pakistanischer Popmusik, wie sie seit zwei Jahren auf MTV Pakistan präsentiert wird, kommen signifikanterweise aus den pakistanischen Communities von Toronto oder London. Die eher trippige psychedelische Pakistan-Kollektion spürte Haus der Kulturen der Welt-Musikchef Detlef Diederichsen vor Ort auf.

Mehr info: www.myspace.com/worldtronics

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