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Tempodrom / Previews

Do. 18.02. 20:00

Das Geburtstagskonzert der 60 Int. Filmfestspiele:
Paco de Lucia Septett

Im Rahmen der Präsentation des mallorquinischen Filmfestivals „MAIFF“ (Mallorca International Film Festival) zur "Berlinale 2010" überrascht Paco de Lucía die Flamencofans im Tempodrom mit einer teilweisen Neubesetzung seines Ensembles und der Integration junger, neuer Talente in sein Septett. Erstmals wird auch der Tänzer Farruco als jüngster Spross des legendären Sevillaner Zigeunerclans dabei sein. Farrucos Großvater und Namensgeber war es gewesen, der den Tanz in den 50er und 60er Jahren zu neuen Höhen geführt hatte, allerdings immer innerhalb der Traditionen – ein interessanter Gegensatz zum vorwärts treibenden und getriebenen Erneuerer Paco de Lucía...

Paco de Lucia

Bereits 2006 konnte man im ausverkauften Berliner Tempodrom erleben, dass „Gitarrengott“ Paco de Lucía zweifellos in der Form seines Lebens ist. Dabei waren die Startbedingungen für den vielfachen Grammygewinner und spanischen Kulturpreisträger mehr als schwierig: 1951 bekam der damals 4jährige Junge von seinem Vater eine Gitarre in die Hand gedrückt – er sollte frühzeitig lernen, das Einkommen seiner armen Familie im ohnehin kärglichen Andalusien aufzubessern. Flamenco war zu seiner Zeit eine Ausdrucksform marginalisierter Gruppen, von Gitanos (Zigeunern) und anderen armen Bevölkerungsschichten, zu denen auch die Lucías (Nicht-Gitanos) gehörten.

Mallorca International Film Festival

Paco wuchs in einem Milieu auf, in dem der Flamenco in der Luft lag. Seine Bestimmung, den Flamenco zu erneuern und ihm bisher verschlossene Türen zu öffnen, ohne dabei aber den Bezug zu den eigenen Wurzeln zu verlieren, führt ihn auch zur Zusammenarbeit mit den Jazzgitarristen Larry Coryell, John McLaughlin und Al di Meola. Mit letzteren spielt er die das Trio weltbekannt machenden Platten „Friday Night in San Francisco“ (1980) und „Passion, Grace and Fire“ ein, die viele Millionen mal verkauft wurden.

Mit dem charismatischen Sänger Camarón de la Isla revolutioniert er den althergebrachten Flamenco und erweitert ihn mit brasilianischen, Jazz- u.a. Elementen und führt ihn einem Millionenpublikum zu. 1983 erstellte er den Soundtrack zu „Carmen“ von Carlos Saura; mit Künstlern wie Chick Corea, Santana und Bryan Adams tritt er weltweit auf – bekannt wurde die spanisch anmutende Komposition „Have You Really Loved A Woman“ von Bryan Adams aus dem Film „Don Juan de Marco“, bei der er als Gitarrist mitwirkte.. . (Pressetext)

Besetzung:
Paco de Lucía (guitar)
Niño Josele (2nd guitar)
Antonio Serrano (keyb, harm)
Alain Perez (b)
Piranha (perc)
Cristo Heredia (voc)
David de Jacoba (voc)
Farruco (dance)

Tempodrom: Möckernstrasse 10, 10963 Berlin

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