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Nils Wülker - "Aufsteiger mit Bodenhaftung"

Nils Wülker und Till Brönner – als "bestaussehendster Trompeter Deutschlands" ging jeder von ihnen schon durch die Presse. Ihrer ehrlichen Freundschaft zueinander tut diese von außen angetragene Konkurrenz keinen Abbruch. Mag Brönner derzeit noch unangefochten die "Nummer Eins" des deutschen Jazz sein, so holt Nils Wülker in dieser Beziehung nach und nach auf: Als erstem deutschen Jazzmusiker überhaupt gelang es ihm, bei Sony Music unter Vertrag zu kommen.

Nils Wülker

Sein Album "High Spirits" hatte der junge Musiker im Vorfeld selbst produziert und im Gegensatz zu vielen Debüts seiner Zeitgenossen besteht es zu 90% aus Eigenkompositionen. Soeben als CD und DVD erschienen ist Wülkers Beitrag zum Soundtrack der beliebten Spacenights-Serie des Bayrischen Fernsehens: "Spacenights Vol.10".

Stationen seiner Laufbahn waren die Mitwirkung bei Formationen wie "Thärichens Tentett" oder "Marc Secara's Berlin Jazz Orchester" und dem renommierten Bundesjazzorchester. Heute steht in erster Linie naturgemäß, neben vielen weiteren wechselnden Projekten, das "Nils Wülker Quintett" im Vordergrund. – Wülker war, als er sein Erstlingswerk aus der Taufe hob, noch mitten im Studium an der Hanns Eisler Hochschule für Musik in Berlin. Inzwischen hat er dort seinen Abschluß gemacht und widmet sich voll und ganz seinen zwei Leidenschaften: der Live-Musik und dem Komponieren.

Carina: Dir werden "Stücke großer Bandbreite, hochenergetischer Improvisation und gefühlvoller melodischer Transparenz" zugeschrieben – wie siehst du das selbst: wie weit beeinflussen Vorbilder oder auch gemachte eigene Lebenserfahrungen dein Spiel und deine Herangehensweise ans Komponieren?

Nils: Meine Lebenserfahrungen stecken bestimmt alle mit drin, aber im Einzelnen herausfiltern könnte ich das nicht. Grundsätzlich, wenn man künstlerisch tätig ist, verarbeitet man natürlich, was man lebt und auch erlebt. Aber es sind nie Eins-zu-Eins-Übersetzungen irgendwelcher Erlebnisse oder Gefühle. Insofern fiele es mir schwer, einzelne Stücke an irgendwelchen bestimmten Ereignissen festmachen. Das wäre auch zu simpel, denn Musik ist nun mal eine eigene Sprache. Als solche muß sie ja nicht komplett übersetzbar in eine andere sein.

Vorbilder habe ich viele. Ganz ganz weit vorn liegt da Miles Davis. Dann, was Trompete, aber auch Komposition angeht, sicher Kenny Wheeler – ebenso auch Woody Shaw speziell an der Trompete. Und - wieder rein kompositorisch – Maria Schneider.

Aber außerdem höre ich viel Popmusik und Klassik-Kram, "querbeet" sozusagen. Ich bin ja mit Popmusik groß geworden. Daher gibt es viele Sachen, die von dort ihren Einzug in meine Musik finden.

Nils Wülker

Carina: Siehst du dich heute eher als Instrumentalisten oder als Komponisten, bzw. Arrangeur?

Nils: Bei meiner eigenen Musik trenne ich das überhaupt nicht! Natürlich trete ich auch mal irgendwo "nur" als Trompeter in Erscheinung. Woanders vielleicht mal nur als Komponist. Bei meiner eigenen Musik ist das, wie gesagt, für mich eine Einheit. Wie ich Stücke schreibe, damit lege mir selber schon wieder nahe, wie ich spiele.

Umgekehrt beeinflußt meine Art zu spielen natürlich wieder wie ich schreibe. Das soll nicht heissen, dass ich mir selber nur Stücke schreibe, bei denen ich solistisch glänzen kann. Ich glaube aber, ich kann das gar nicht trennen. So wie die Komposition Teil der Musik ist, ist eben auch die Improvisation Teil der Musik.

Carina: Mal ist zu lesen, dass Herbie Hancocks "Cantaloupe Island" in der Version der britischen Gruppe US 3 den Ausschlag für deine Hinwendung zum Jazz gab. Dann wiederum findet sich die Notiz, dass "Kind of Blue" von Miles Davis das wichtigste Stück für dich war und deine Orientierung in Richtung Jazz und Trompete hervorgerufen hat. Wie war es denn nun tatsächlich?

Nils: Es war eigentlich schon ein bisschen von Beidem. Lange Zeit hatte ich ja überhaupt nichts mit Jazz am Hut. Als US3 kamen, war ich ungefähr fünfzehn – und da hat mir diese Musik plötzlich unglaublich gut gefallen. Es war so eines von diesen Erlebnissen, hoppla!, man kann ja mit einer Trompete noch was anderes machen... Dann kam die Acid-Jazz-Welle, und da stand ich schon sehr drauf. Kurz danach aber hatte ich die erste wirkliche, richtige Jazz-Erfahrung: das war eben "Kind of Blue" von Miles Davis. Ich muß sagen, ich bin relativ spät daran gekommen.

Bis ich sechzehn war, wußte ich nicht mal, wer dieser Miles Davis ist. Irgendwann hat mir dann jemand mal "Kind Of Blue" vorgespielt. "So What" war einfach der Hammer, das hat mich umgehauen. Ich habe mir grad noch mal schnell sagen lassen, wie der Typ heißt, der das gespielt hat. Und ab in den nächsten Laden... – und dann stand ich vor einem Riesenregal und wußte nicht mehr weiter.

Ich wollte mir - natürlich aus Kostengründen – , erstmal eine Mid-Price-CD kaufen. Ich bin dabei einfach nur nach dem Cover gegangen. Ich dachte, das wird schon alles irgendwie dasselbe sein, und habe die mit dem meiner Meinung nach coolsten Cover gekauft. Das war dann die "Tutu". Zuhause habe ich mich sehr gewundert! Später habe ich natürlich noch mal nachgefragt, wie die andere Platte denn nun hieß. Aber die Liebe zu Miles hat da angefangen...

Nils Wülker

Carina: Als Student der Hanns Eisler Hochschule müsstest du ja, wie man immer hört, zu den Praktikern gehören, die in erster Linie auf der Bühne stehen – im Gegensatz zu den UdK-Absolventen. Hast du auch Ambitionen zur Lehre – wie sehen deine beruflichen Zukunftspläne aus?

Nils: Mit dem Studium bin ich fertig – diesen Herbst habe ich abgeschlossen. An den Gegensatz zwischen UdK und Hanns Eisler glaube ich übrigens nicht so recht. Ich denke, es gibt an beiden Schulen Leute, die passiver sind und andere, die sehr nach außen drängen. Ich war eher der Typ, der viel spielt. Immer schon, bereits als ich angefangen habe zu studieren. Ab dem zweiten Semester spielte ich bei Nicolai Thärichen in "Thärichens Tentett", war auf tausend Sessions und habe schnell angefangen, mich in irgendwelchen Bands umzutun. – Aber ich denke, solche Leute gibt es an der UdK auch, ich glaube nicht, dass man da irgendwas ableiten kann.

Unterrichtet, wirklich unterrichtet, habe ich bisher nicht. Mit Ausnahmen - gelegentlich habe ich einzelne Stunden gegeben oder einen Workshop gemacht. Ich habe da keine Berührungsängste, aber zur Zeit konzentriere ich mich sehr auf mein eigenes Ding. Später, das kann ich mir schon gut vorstellen, werde ich das vielleicht noch mal ausbauen. Dass ich schon selber mitten in der Praxis stehe, und dann auch unterrichte, würde ich mir wünschen. Vielleicht... – ich meine, klar, jeder will an einer Hochschule unterrichten! Und dann mit Leuten arbeiten, denen man wirklich das weitergeben kann, was man macht. Ein Fulltime-Pädagoge aus Leidenschaft bin ich, glaube ich, nicht. Aber... – vielleicht, irgendwann...

Nils Wülker

Carina: Nicolai Thärichen als Kritiker hat dich und deine Fähigkeiten hochgelobt – neben der Tätigkeit in seiner Band hattest du auch bei ihm Unterricht. Wie fühlt sich das an, wenn die eigenen Mentoren – wie ja auch Steve Gray – so begeistert von einem sind? Steigt das zu Kopf?

Nils: Das fühlt sich natürlich sehr gut an, sicher. Aber zu Kopf steigen tut es nicht. Bei Nicolai hatte ich Klavierunterricht, und deshalb ist mir das speziell wichtig. Ich weiß immer noch, woran ich zu arbeiten habe. Und das wird sich im Zweifelsfalle auch nie ändern – im Jazz weiß, glaube ich, jeder mit einer intakten Selbsteinschätzung, wo er steht. Und was er noch alles zu tun hat. Deswegen kann ich mir in dieser Musik solche Höhenflüge nicht richtig vorstellen.


Im Jazz weiß, glaube ich,
jeder mit einer intakten Selbsteinschätzung, wo er steht!

Da gibt es bestimmt mal Leute, die so reagieren, aber das ist ja nicht so, dass man – wie es vielleicht im Pop stattfindet – völlig kritiklos in den Himmel gehoben wird. Man hat trotzdem noch hart zu arbeiten. Und das hält einen auf dem Boden.

Carina: Trotz Joop-Reklame und Sponsoring durch die Autoindustrie (VW) – deine Musik ist manchmal sanft, aber nie strikt kommerziell, sondern sehr, sehr jazzig. Wie hast du dich mit diesem Konzept durchsetzen können? Das ist ja nicht total "Mainstream", um es mal so auszudrücken.

Nils: Sicherlich nicht – aber, um ehrlich zu sein, ich habe mir da nicht wirklich einen Kopf drüber gemacht. Ich habe die Platte ja selber produziert. Ich hatte also irgendwann die Stücke zusammen, und dachte, das will ich aufnehmen. Da geht es nicht nur darum - von wegen nächster Karriereschritt – ich mache eine Platte! Sondern es ist grundsätzlich total wichtig, Stücke aufzunehmen. Nicht nur als Dokumentation!

Ich verstehe ein Recording nicht als Dokumentation dessen, was man macht, sondern es soll ein Kunstwerk für sich sein. Deswegen können Live-Sachen ruhig anders laufen als es dann auf Platte der Fall ist – man muß sich genau überlegen, wie die Stücke auf einer CD zu klingen haben und wie man es schafft, da einen roten Faden reinzubringen.

Nils Wülker - "High Spirits"

Auch als Hörer interessieren mich an einer Platte ganz andere Sachen, als wenn ich die gleichen Leute live sehe. Aufzunehmen ist für mich Teil des kreativen Prozesses, bei dem es auch darum geht, sich zu überlegen, in welche Reihenfolge man die Stücke bringt. Das war bei meinem Album im Prinzip allerdings schon vorher klar. Ich habe die Platte, nachdem sie fertig war, dann an diverse Labels geschickt. Eben auch unter anderem an Sony – ohne wirkliche Hoffnungen zu haben. Es war eher so aus der Überlegung dass, wenn man eine Platte gemacht hat, sind es die drei Mark Porto dann auch nicht mehr.

Ich war mächtig überrascht, als es "klappte", weil das eher ungewöhnlich ist. Angeblich – haben die bei Sony gesagt –, haben sie sich wirklich nur die Platte angehört und die Infos durchgelesen. Aber sie hat wohl anscheinend die Musik überzeugt.

Carina: Die einzige Fremdkomposition deines Albums ist "Here's to Life" – wieso gerade dieses Stück?

Nils: Zu dem Stück: die Platte, auf der das drauf ist – einfach der absolute Wahnsinn, diese Shirley Horn-Scheibe –, diese Sängerin... das geht wirklich unter die Haut! Das ist stilistisch zwar ein bisschen woanders als das, was ich geschrieben hatte, erst recht, wenn man die Platte anhört. Aber, gerade weil es etwas anderes ist, passt es trotzdem ganz prima mit rein. Diese Aufnahme jedenfalls "atmet" einfach unglaublich.

Diese Ruhe und Tiefe, die diese Platte ausstrahlt, das ist unbeschreiblich. So dass mal eine ganze Sekunde Generalpause da ist, eine Zäsur ´ne Sekunde lang - und es ist eine ungeheuer schöne Komposition. Wenn ein Orchester das spielt klingt es zwar ganz anders – es ist natürlich oft so, dass Sachen mit Orchester aufgenommen deshalb gut klingen. Aber bei "Here's to Life" kann man sofort die gute Komposition heraushören und aus diesem Grund wollte ich das Stück unbedingt machen.

Carina: Und warum sonst alles nur Eigenkompositionen? Das ist eher unüblich für ein Erstlingsalbum.

Nils: Das liegt daran, dass Schreiben für mich genauso wichtig ist wie Spielen. Ich schlage mit meinen Kompositionen einen weiten Bogen. Und das Ganze hat einen roten Faden, in den beispielsweise "Here's to Life" durchaus noch hineinpasst. Aber das geht wieder in die Richtung, dass ich ein Gesamtkunstwerk auf eine CD bringen will. Dann noch zwei, drei Standards mit draufzunehmen, nur um zu zeigen, dass ich auch Standards spielen kann, macht für mich einfach keinen Sinn. Das wertet die Platte nicht auf.


Es gibt natürlich viele Debütplatten, die eher portfoliomäßig
daherkommen. Ich wollte lieber eine richtige Platte machen!

Es gibt natürlich viele Debütplatten, die eher portfoliomäßig daherkommen. So: das kann er und das kann er und das kann er. Aber das ist dann, finde ich, nur eine Visitenkarte. Ich wollte lieber eine richtige Platte machen.

Carina: Das Albumkonzept bezog mit Tilmann Dehnhard einen Flötisten mit ein. Warum setzt du das nicht auch live um – künstlerische oder Kostengründe?

Nils: Letzteres spielt schon mit rein – für die Aufnahmen war das super, Altflöte ist einfach ein gut klingendes Instrument. Und Tilmann spielt unbestritten sehr gut. Nur ist es ja so, dass lediglich knapp die Hälfte der Kompositionen des Albums für Sextett geschrieben sind – der Rest für Quintett. Und meistens komponiere ich die Stücke speziell für ein Instrumentarium.

Es ist nicht der Fall, dass ich ein Leadsheet mache, 32 Takte – und das dann "ein bisschen" arrangiere, sondern das sind meistens etwas größere Kompositionen. Wenn es für fünf Instrumente ist, dann ist das Ganze auch mit fünf ideal besetzt. Ansonsten hätte ich für das Live-Konzept noch einiges ändern müssen. Und klar hat das auch einen praktischer Grund – es macht es nicht leichter, zu sechst anstatt zu fünft auf Tour zu sein!

Nils Wülker

Carina: In deiner Band spielen die beiden durchaus bekannten Musiker Gene Calderazzo (dr) und Orlando LeFleming (b) mit. Aber du hast dir nicht, wie es so viele Musiker machen, die auf den internationalen Markt wollen, eine große Zahl von Star-Gastmusikern für dein Album eingeladen. Ein bewußter Verzicht?

Nils: Wenn wir live unterwegs sind sieht das jetzt so aus: Orlando ist nicht mehr dabei, aber Dietmar Fuhr spielt an seiner Stelle und ist ein echter Gewinn. Und Gene ist halt ein absolut genialer Trommler - und deswegen hatte ich ihn gefragt, nicht, weil er Calderazzo heißt. Ich glaube nicht, dass das so einen Unterschied macht. Natürlich gibt es sogenannte Stars, bei denen man denkt, dass man mit denen unglaublich gerne spielen würde.

Deswegen will ich nicht ausschließen, dass ich irgendwann mal jemanden Berühmtes mit dabei habe. Aber das wäre bei mir eher so nach dem Motto, "ich erfülle mir einen musikalischen Wunsch", sonst hätte ich das beim Debütalbum auch bereits anders gemacht. Oft geht das "Leute Einladen" nach hinten los. Ich meine, natürlich gibt es tolle Musiker, und die kann man sich auch dazu holen. Aber wenn die Musik dann nicht als Einheit daherkommt, dann leidet sie darunter. Darauf hatte ich keine Lust, deswegen hat sich das nicht angeboten. Und außerdem müssen sich auch Leute wie Jan von Klewitz und Lars Duppler hinter niemandem verstecken.

Carina: Trompete und Flügelhorn - du spielst beides. Wann hast du das Flügelhorn für dich entdeckt? Und für was setzt du jeweils die Trompete oder das Flügelhorn ein?

Nils: Das mit dem Flügelhorn kam relativ früh – nachdem ich angefangen habe, wirklich Jazz zu machen, habe ich ein Jahr später das Flügelhorn für mich entdeckt. Das Flügelhorn ist für mich wirklich ein gleichberechtigtes Instrument. Oft wird es ja nur als Alternative für's Balladensolo benutzt – das ist bei mir nicht der Fall, es hält sich in Etwa die Waage.

Ich spiele auf dem Flügelhorn ein bisschen anders als auf der Trompete. Gerade in letzter Zeit habe ich das noch stärker entwickelt, auf dem Flügelhorn mit etwas längeren Bögen und auf der Trompete mehr mit größeren Intervallen zu arbeiten. – Also ist das schon anders, und deswegen spiele ich Flügelhorn nicht nur bei sanften Stücken. Zum Beispiel war auf der Platte das Stück "Another Seventeen" dabei, beinahe die modernste Nummer von allen, auch harmonisch gesehen. Moderne Harmonik! Wenn das so ein – nennen wir es "fließender" – Style ist: um "fließend" zu spielen ist das Flügelhorn wie gemacht. Und oft spiele ich auf dem Flügelhorn auch harmonisch anders als auf der Trompete.

Nils Wülker

Carina: Welche Fabrikate spielst du?

Nils: Die Trompete ist eine "Bach-Spada". Spada ist ein exzellenter Instrumentenbauer in der Schweiz – genauer in Burgdorf – der Bach-Trompeten im Grunde umbaut. Meine ist eine "medium-large" Bach mit 'nem 72er "Light-Weight" Schallstück. Dazu ein 7er Mundrohr, also ein etwas größeres.

Als Flügelhorn spiele ich eines von Schagerl - ein österreichisches, ebenfalls ein tolles Instrument. An Mundstücken verwende ich auf der Trompete zwei verschiedene. Ein großes, das verhältnismäßig tief ist - das ist ein "Monet B4". Für Bigband beispielsweise ist der Sound etwas zu dunkel. Wenn ich also mal was helleres will, nehme ich ein "Bob Reeves 43M". Und auf dem Flügelhorn spiele ich ebenfalls ein Bob Reeves – "43F" heißt das dann.

Carina: Wie würdest du selbst deinen eigenen Sound auf Trompete und Flügelhorn beschreiben?

Nils: Sound finde ich sehr schwer in Worte zu fassen. Ich glaube, ich habe einen relativ variablen Sound – gerade auf der Trompete. Also, jeden Sound, den ich verwende meine ich schon so! Ich kann sehr brass-mäßig klingen wenn ich will, sehr energetisch. Und wenn ich weicher spiele ist es eher ein dunkler Sound, ich mache auch manchmal ein bisschen was mit Luft und so weiter.

Aber genau das ist ja das Schöne an der Trompete, dass man auch mal so ein bisschen "losrotzen" kann – und die klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten sind einfach sehr, sehr groß...

Carina Prange

CD: Nils Wülker - "High Spirits" (Sony Classical 89944)
CD/DVD: Spacenight (Vol 10) (Sony 202209-9)

Nils Wülker im Internet: www.nilswuelker.com

Fotos: Uwe Arens
Der Artikel erschien im Printmagazin Sonic, Ausgabe 2/2003

Jazzdimensions-Service in Zusammenarbeit mit MusicLine:
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mehr bei Jazzdimensions:
Nicolai Thärichen - "Im Spiegel des Gedichts" - Interview (erschienen: 10.2.2003)
Till Brönner - "Zw. Produzenten- u. Musikertätigkeit" - Interview (erschienen: 31.10.2000)

 

© jazzdimensions2003
erschienen: 25.6.2003
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