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Georg Breinschmid - "Brein's World mit Wiener Schmäh"

Versucht man dem auf den Grund zu gehen, was denn nun den Wiener Künstler, den Bassisten, Sänger, Komponisten und Textdichter Georg Breinschmid ausmacht, wird man an allen Ecken und Enden fündig: Breinschmid versteht sich zwar in erster Linie als Jazzmusiker mit "klassischer Vergangenheit", verliebte sich aber vor ein paar Jahren in das Wiener Lied, textet und komponiert seitdem auch gerne mit entsprechendem Lokalkolorit.

Georg Breinschmid

Auch sein neues, entsprechend zwischen Liedern und jazzigen Instrumentalstücken oszillierendes Doppelalbum "Brein's World" kann wieder als Momentaufnahme seiner ausufernden kreativen Ideen, seines Humors und seines Selbstverständnisses als Allroundtalent verstanden werden. Und dieses Talent ist ausgesprochen produktiv: kurz vor "Brein's World" erschien dieses Jahr bereits als auch visuelles Dokument seines Schaffens die Doppel-DVD "Georg Breinschmid Live". Der Mann explodiert förmlich vor kreativem Output…

Carina Prange sprach für Jazzdimensions mit Georg Breinschmid

Carina: Wann kam dir die Idee, dein neues Projekt unter dem Namen "Brein's World" zu veröffentlichen? Hat der Film "Wayne's World" damit zu tun?

Georg: Den Film kenne ich nicht, leider. Es haben mich aber schon einige Leute darauf angesprochen. Es gibt also keinen unmittelbaren Bezug, aber das Wortspiel mit "Brein" und "Brain" war natürlich naheliegend.

Die Idee kam zu Beginn des ganzen Projektes. Schon kurz nach "Wien bleibt Krk", der CD davor, hatte ich den Wunsch, wieder etwas Neues zu machen. Ich hatte als Produzent meiner eigenen Sachen ein bisschen Blut geleckt. "Brein's World" war als Titel plötzlich da, praktisch gleichzeitig mit der Idee zum Cover. Die ersten Skizzen waren noch etwas anders, aber dass irgendwas mit meinem "Brain" auf dem Cover passieren sollte, das war schon klar. Dass man sieht, was sich da alles abspielt und dass verschiedene Stile wild durcheinander schwirren. Das wird im "Lied des Zwangsdenkers" ja auch ein thematisiert.

Ich wollte einfach in noch größerem Stil als auf "Wien bleibt Krk" dokumentieren, was mir alles an verschiedenen Stilen wichtig ist. Und an verschiedenen musikalischen Zugängen. Und dass das alles irgendwie Teil meiner Welt ist.

Ich hätte im übrigen genug aufgenommenes Material für eine dritte CD gehabt! Aber es wäre ein bisschen wahnsinnig gewesen, gleich eine Dreifach-CD zu machen... (lacht)

Georg Breinschmid

Carina: Wie vermittelst du die Grundidee der Brein'schen Welt jemand vollkommen Fremden?

Georg: Gute Frage! Das kann man nicht durch Sprache transportieren. Um irgendwo anzufangen, würde ich einfach sagen, dass ich, mit einer kurzen Berufsbezeichnung, Jazzmusiker bin. Dass ich aber eben auch ganz viele andere Sachen mache.

Ich singe und schreibe Wiener Lieder, ich habe eine Vergangenheit als klassischer Musiker und all das fließt in meine Musik ein. Und dass ich – vielleicht klingt das ein bisschen abgedroschen, "nicht einordnenbar" bin, bla, bla, bla... (lacht)

Carina: Ab wann reichte dir das Baßspielen allein nicht mehr, sodass du zu deiner Musik auch unbedingt Text brauchst, um dich umfassender ausdrücken zu können?

Georg: Um mich unpassender auszudrücken? (lacht)

Carina: Nein. Umfassender!

Georg: Na, "unpassender" würde vielleicht auch passen! (lacht) Gut, den Kontrabass spiele ich schon seit vielen Jahren. Ich habe mit vierzehn Jahren mit dem Baßspiel begonnen und immer schon klassische Musik und Jazz gleichzeitig gepflegt. Ich habe Jazz, auch Komposition, eigentlich nie studiert. Jahrelang war ich teils klassischer, teils Jazzmusiker – irgendwann nur mehr Jazzmusiker.

Zum Komponieren kam ich vergleichsweise spät. Erst mit 29 habe ich meine ersten Kompositionen geschrieben. Davor hatte ich es mir nie zugetraut, sondern immer nur voller Respekt auf alle anderen Komponisten oder Songwriter geschaut. Dabei hatte ich im Grunde eigentlich immer schon "komponiert" – weil ich ja improvisiert habe. Aber ich habe dabei nichts aufgeschrieben.

Eines Tages habe ich mir einfach gedacht, ich muss in kleinen Schritten anfangen – sonst wird es nie passieren. Und siehe da, aus kleinen Schritte wurden sehr schnell größere Schritte und eigentlich ist mir viel eingefallen, auch viel Unterschiedliches. Ich habe dann ständig geschrieben, anfangs aber fast nur Instrumentalmusik.

Georg Breinschmid - "Brein's World"

Carina: Inzwischen auch das sogenannte "Wiener Lied", wie auf deiner aktuellen CD...

Georg: Ja, seit mindestens zehn Jahren ist mir auch das "Wiener Lied" extrem wichtig. Ich liebe das wahnsinnig, seinen Sound, den emotionalen Gehalt und so. Ein wirklich gutes Wiener Lied mit wirklich gutem Text, das berührt mich einfach. Abgesehen davon, dass das Wiener Lied allgemein gerade eine Renaissance erlebt. Und naja, das habe ich zum Anlass genommen, da mir das wichtig ist und ich das Gefühl hatte, ich könne mich in dieser Liedform gut ausdrücken.

Wienerische Texte zu schreiben fällt mir sehr leicht. Und das ist für mich ein ganz wichtiger Bestandteil meiner Identität. Zwar bei Weitem nicht der einzige, aber das gehört total zu mir und es ist ein ganz faszinierendes Gebiet. Ich kenne auch keine andere Liedform, die nach einer Stadt benannt ist!

Es ist eine ganz spezifische Sache, die nur in diesem seltsamen melancholisch-balkanisch, magyarisch-südosteuropäischen Einfluss von Wien entstehen konnte. Und die musikalisch und emotional einen ganz bestimmten Gehalt hat. Musikalisch wirkt das Wiener Lied ziemlich einfach, ist aber eigentlich recht komplex. Ich bin nun kein Musikwissenschaftler, aber es ist ein faszinierendes Feld, das die Auseinandersetzung sehr lohnt.

Als Komponist schreibe ich halt in diesem Idiom sehr gern und das war auch mein unbedingter Wunsch für die neue CD. Ich hatte Ende letzten Jahres jede Menge Instrumentalstücke angesammelt und auch ein, zwei neue Wiener Lieder.

Ich wollte aber, wenn ich schon eine Doppel-CD mache, pro CD mindestens drei neue Lieder haben. So setzte ich mich dieses Jahr im Frühjahr nochmal hin und schrieb verschiedene Sachen, alle im Grunde mit Wienerischen Texten. Jetzt sind auf jeder CD drei bis vier gesungene Lieder zu hören. Diese Balance war mir sehr wichtig.

Georg Breinschmid

Carina: Wenn du nach Hamburg ziehen würdest, würdest du dann irgendwann Seemannslieder singen?

Georg: Das wäre eine gute Frage, die ich mir mal in Ruhe überlegen müsste! (lacht) Ich glaube, man nimmt Eindrücke und Inspirationen von überall mit, wo man ist. Wenn ich jetzt längere Zeit in Berlin wäre, würde ich genauso schnell die hiesige Kultur aufsaugen und mittragen und das irgendwie umsetzen.

Es ist also nicht ausgeschlossen, dass ich in Hamburg dann irgendwie ein Hans Albers-Projekt machen würde. Das wäre eigentlich nur logisch. Vielleicht gibt es da eine interessante Mischform zwischen Hamburger Fischmarktgesängen und Wiener Liedern...

Carina: Was macht für dich eigentlich das "Wiener Leben" aus? Und wo zeigen sich deiner Meinung nach der oft beschrieene "kulturelle Verfall" dieser Stadt?

Georg: Von einem "kulturellen Verfall" weiß ich nichts. Den politischen Sittenverfall jedenfalls sieht man jeden Tag irgendwo auf Plakaten. Bei den Wahlen sind die Nationalisten und Rechtsextremen überall. Kulturellen Verfall sehe ich insofern nicht, als es meiner Wahrnehmung nach im Jazzbereich und auch in anderen Sparten immer mehr junge Kreative gibt. Die Stadt pulsiert vor Kreativität.

Oft wird ja gesagt, dass die Zeit der Wirtschaftskrise der 1920er Jahre in Berlin auch gerade eine Zeit der besonderen Kreativität gewesen sei. Und die 20er Jahre waren ja kulturell extrem fruchtbar.

Es wurde schon öfters kolportiert, ob da nicht irgendwie Ähnlichkeiten mit der Jetztzeit sind. Keine Ahnung, ob das seinen wahren Kern hat, dass die Krise oder der Versuch, der Krise zu trotzen, eben zu neuen Höchstleistungen anspornt. Dieser Effekt, wenn man die Krise mit Kreativität bekämpft, wäre eigentlich etwas sehr Wünschenswertes.

Carina: Du kokettierst mit Wien, machst dich aber gleichzeitig darüber lustig, wie etwa im "Computer-Wienerlied"...

Georg: Was das "Computer-Wienerlied" betrifft, das kommt natürlich davon, dass ich gerne Wienerlieder schreibe und dass es mir als Liedform gut von der Hand geht. Ich hatte nach Themen gesucht, über die ich schreiben könnte. Und "Computer" und "Wienerlied" hat mir insofern gefallen, als das zwei Dinge sind, die überhaupt nicht zusammenpassen. Was mir wiederum Spaß macht.

Ich bin seit vielen, vielen Jahren ein riesiger Fan von Monty Python. Deren Humor lebt sehr davon, dass Sachen passieren, die völlig absurd sind und überhaupt nicht zusammenpassen: Der Ritter in der Ritterrüstung mit 'nem toten Huhn in der Hand im Bachbett stehend – oder was auch immer. Vollkommene Absurditäten.

Carina: Machst du das selbst auch öfter?

Georg: Ja, beispielsweise bei "Urlaub am Giatl" – gemeint ist der "Gürtel", diese Hauptverkehrsader in Wien – mit Urlaub passt das ursächlich auch nicht gerade zusammen. Das entstand so, dass ich den Gürtel entlangfuhr, und dort, auf einer Wiese, ein älteres Ehepaar in zwei Liegestühlen gesehen habe. Das war die Inspiration für dieses Lied.

Ich kombiniere gerne Sachen, die vermeintlich nichts miteinander zu tun haben. So wie ich ja auch musikalisch versuche, sehr unterschiedliche Sachen unter einen Hut zu bringen. Die andere Sache, die ich auch ausdrücken wollte, mit dem "Computer-Wienerlied", ist vielleicht eine allgemein menschliche Eigenschaft, aber gerade in Wien besonders verbreitet. Dass man irgend etwas, was neu ist, zuerst vollkommen ablehnt. Und dann, etwas später, vollkommen vereinnahmt.

Ein Beispiel dafür wäre vielleicht Thomas Bernhard, der zu Lebzeiten in Wien schwerstens angefeindet, bedroht und alles Mögliche wurde. Ein paar Jahre nach seinem Tod missachtet man sein testamentarisches Aufführungsverbot und benennt Straßen nach ihm.

Und mit dem Computer ist es ein ähnlich und das wollte ich ein bisschen parodieren: "Der Computer woar ja schon immer so da…" – was natürlich vollkommener Bullshit ist. Und in einer anderen Textzeile: "Was neuch is, das kommt mir niemals ins Haus…" – was den Zusammenhang mit Computern vollkommen ad absurdum führt. Weil, was Neueres gibt es ja fast nicht! (lacht)

Carina: Das heißt, du bist schon sowas wie ein "Sprachpuzzler"... Das kann man jetzt wohl so sagen?

Georg: Ja, ich komme aus einer recht "sprachaffinen" Familie. Meine Mutter hat am Gymnasium Deutsch und Englisch unterrichtet, mein Vater spricht sieben oder acht Sprachen. Wir sind in unserer Familie mit einem gewissen Sprachgefühl aufgewachsen. Sprache war immer eine wichtige Komponente bei uns.

Carina: Das Komödiantische, gepaart mit so etwas wie Galgenhumor scheint in deiner Musik aber auch eine nicht allzu kleine Rolle zu spielen...

Georg: Für mich war die österreichische Kabarettszene immer ein großer. Ich bin schon immer ein Riesenfan von Joseph Hader gewesen. Seine Programme, die ich oft gesehen habe, haben mich sehr beeinflusst. Monty Python hatte ich bereits erwähnt, das war, als ich dreizehn oder vierzehn war. Ich habe alle Folgen auf VHS-Kassetten.

Monty Python war für mich so eine Art "kleines Tor zur Welt". Ich hatte das Gefühl, die transportieren in ihrem absurden Humor viel mehr als nur Spaß, sondern gleichzeitig eine Art von Wahrheit. Als ich "Der Sinn des Lebens" gesehen habe, mit 15 oder so, dass war ein unglaubliches Erlebnis. Ich dachte bei mir: Die lügen nicht. Die erzählen mir die Wahrheit, im Gegensatz zu Politikern. Und insofern waren Humor, Comedy und Kabarett für mich immer schon total wichtig.

Ich bin ein Fan von so vielen verschiedenen Sachen! Natürlich auch von Helge Schneider, logischerweise. Der ist ja ein Riesenidol für viele Jazzmusiker und also auch für mich. Und der auch etwas ganz Spezielles transportiert – der Überbegriff "Comedy" wird dem bei weitem nicht gerecht.

Ich würde jetzt von mir nicht behaupten, ich sei ein Musikclown, dass ich Musikkabarett mache, oder so. Bei meinen Konzerten, oder wenn ich mit Thomas Gansch Duokonzerte spiele, die Moderationen sind immer irgendwie auf ein bisschen "Schmäh" angelegt, wenn du so willst. "Wiener Schmäh", also unterhaltend, im besten Sinne "entertaining". Und dass ich da keine staubtrockene Sache abliefere, ist mir auch sehr wichtig. Dass das mit gutem Humor verbunden ist und auf diese Weise transportiert wird.

Georg Breinschmid

Carina: Musstest du dich als Sänger eigentlich erst "entdecken"? Oder war das von Anfang an ein Ausdrucksmittel, das dir zur Verfügung stand?

Georg: Ich musste mich definitiv erst entdecken. Ich habe sehr spät zu komponieren begonnen. Und ich hatte irrsinnig spät in meinem Leben eine Beatles-Phase. (lacht)

Die mich dann aber tausendfach inspiriert hat! Im Zuge dessen habe ich angefangen, zu singen. Und dann habe ich irgendwann ganz zaghaft begonnen, vereinzelt Wiener Lieder zu singen. Die Leute mochten es.

Das Wienerische wiederum war mir, ohne dass ich jetzt eine große Vergangenheit in diesem Wienerlied-Idiom gehabt hätte, sehr vertraut. Und ich fühlte mich da automatisch sehr wohl. Allerdings, dass ich kein Sänger bin, das hört man jedem Ton an, den ich singe! Aber für ein Wiener Lied ist das sozusagen durchaus im Sinne des Erfinders...

Carina: Wie wirst du dieses Doppelalbum "Brein's World" auf die Bühne bringen?

Georg: Ja also, im genauen Sinne der CD: Gar nicht. Weil das nicht möglich ist. Ähnlich wie bei "Wien bleibt Krk", wurde mit vielen Mischbesetzungen aufgenommen. Da ich mit jeder meiner Bands auftrete, kommen auch von der neuen CD viele Stücke zum Live-Einsatz. Teilweise aber in vollkommen anderen Versionen!

Es wäre logistisch nicht möglich, etwa mit sieben verschiedenen Besetzungen auf Tournee zu gehen. Und ich habe ja im übrigen heuer im Mai auch eine Doppel-DVD rausgebracht! Es war irgendwie ein produktives Jahr...

Carina: Geht es irgendwann zurück zur Klassik?

Georg: Vorstellbar ist alles, aber ich kann es überhaupt nicht sagen. Ich fühle mich nach diesem Jahr auch gerade mal ein klein bisschen leer. Ich habe wahnsinnig viel gearbeitet. Klar, es rotiert im Kopf – was könnte denn das nächste sein...

Ich glaube aber, ich muss, um frisch zu bleiben, mal eine kleine Pause nehmen, um wieder aufzutanken. Danach ist alles offen. Zur Klassik zurück in dem Sinne, das kann ich, glaube ich, ausschließen. Das ist so lange her. Dass ich klassische, komponierte E-Musik spielen würde von jemand anderem, würde keinen Sinn machen. Ich will ja mich selber einbringen und improvisieren und schreiben.

Ich inkorporiere die Klassik in meinem Schreiben insofern, als dass ich so Sachen wie beispielsweise den "Liebestraum" von Liszt spiele. Oder andere Stücke, wie Bach in dem verrückten 11/16tel Arrangement, was auch auf der CD drauf ist.

Also, die Klassik, die ich gemacht habe, fließt in gewisser Form ohnehin stets in meine Arbeit ein. Aber, ja, dann gibt es auch dieses Mussorgsky-Projekt, das wieder eine ganz andere Farbe hat, mit Geige, Horn, Klavier, Kontrabass, Mezzosopran. Eine ganz spezielle Geschichte.

Carina: Und die andere Richtung, in Richtung Pop?

Georg: Was anderes? Keine Ahnung. Leute wie Tom Waits sind seit Jahren eine Rieseninspiration für mich. Das ist etwas, an das ich öfter denke. Die Sounds, die er so auf seinen Platten verewigt hat... Aber es ist viel zu früh, um irgendwas zu sage. Da ist sehr vieles offen im Moment.

Georg Breinschmid

Carina: Zu guter Letzt - hast du so etwas wie eine Lebensphilosophie?

Georg: Ich habe Ende 2003, Anfang 2004 das Buch "The Artist's Way" von Julia Cameron zum ersten Mal gelesen. Das ist ein Buch, das ohne Übertreibung irgendwie mein Leben verändert hat. Diesen 12-wöchigen Kurs, der da beschrieben ist, habe ich durchgearbeitet. Und ich habe mir nur immer wieder gedacht – ha! Genau! Das sind derartig gute Ansätze und Ideen, und es ist so menschenfreundlich, was die Cameron da propagiert. Und ich konnte im Zuge dessen eigene verschüttete Potentiale mehr nützen. Überhaupt allgemein die Idee des Kreativseins für Menschen im Sinne dessen, dass sie etwas Schönes mit ihrer Kreativität machen, die Idee hat mich wahnsinnig begeistert.

Und für mich ist das im Endeffekt, muss ich sagen, der eigentliche "Sinn des Lebens", kreativ zu sein, zu erschaffen. Jeder in einem völlig anderen Beruf, es muss ja nicht was "Künstlerisches" sein. Es kann sich um die Arbeit eines Rechtsanwaltes handeln oder, was weiß denn ich, eines Straßenkehrers …

Jeder kann seine besondere Energie kreativ einbringen. Und da liegt wahnsinnig vieles in der ganzen Welt ungenutzt brach. Ein Satz von Julia Cameron, der mir immer in Erinnerung bleibt ist: "We are ourselves creations." und "To create is our gift back to God." Was ich irrsinnig schön und inspirierend fand.

Carina Prange

CD: Georg Breinschmid - "Brein's World" (Preiser Records PR90787)

Georg Breinschmid im Internet: www.georgbreinschmid.com

Preiser Records im Internet: www.preiserrecords.at

Fotos: Pressefotos (Julia Wesely)

© jazzdimensions 2010
erschienen: 4.12.2010
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